Doktorarbeit: Ausgleichsforderungen im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung

Ausgleichsforderungen im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung

Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Band 6

Hamburg , 252 Seiten

ISBN 978-3-8300-0876-7 (Print)

Zum Inhalt

Im Rahmen der Deutschen Wiedervereinigung wurden über 100 Mrd. DM Ausgleichsforderungen an ostdeutsche Unternehmen zugeteilt. Die Autorin beschreibt in diesem Werk, aus welchen Gründen solche Ausgleichszahlungen nötig wurden und wie die Ausgleichsforderungen konkret ausgestaltet waren. Der Weg von der Zuteilung einer Ausgleichsforderung durch die Treuhandanstalt und der Weiterverbuchung dieser Zahlung bis in den Staatshaushalt wird in der Dissertation nachvollzogen.

Des weiteren wird untersucht, welche betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen dies hatte. So kommt die Autorin zum Ergebnis, dass durch das Instrument Ausgleichsforderungen der Umstellungskurs zwischen Ostmark und DM de facto außer Kraft gesetzt wurde. Der bislang gültigen These, es habe sich bei Ausgleichsforderungen um Lohnsubventionen gehandelt, wird widersprochen.

Die Autorin führte eine Vergleichsrechnung durch zwischen den Kosten der Deutschen Wiedervereinigung im tatsächlich gewählten System mit Ausgleichsforderungen und einem hypothetischen System mit einem kompletten Schuldenerlass für alle ostdeutschen Unternehmen. Dabei kommt sie zu dem Ergebniss, dass eine Komplettentschuldung nicht teurer gewesen wäre.

In einem Public Choice Modell wird abschließend untersucht, warum die Regierung Interesse daran hatte, das System Ausgleichsforderungen einzuführen, obwohl es aus rein ökonomischen Gesichtspunkten nicht die optimale Entscheidung war.

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