Doktorarbeit: Visite als Planungs- und Steuerungsinstrument in der Pflege und Therapie im Krankenhaus

Visite als Planungs- und Steuerungsinstrument in der Pflege und Therapie im Krankenhaus

Arbeitspsychologische Studie auf zwei Stationen der Inneren Medizin

Schriften zur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, Band 1

Hamburg , 412 Seiten

ISBN 978-3-8300-0844-6 (Print)

Zum Inhalt

„Visite als Planungs- und Steuerungsfunktion der Tätigkeiten Pflege und Therapie im Krankenhaus“ befasst sich speziell mit Arbeitsprozessen und Teamarbeit im Krankenhaus. Die Datenerhebung basiert auf einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): „Kommunikation am Krankenbett. Vergleichsstudie zu neuen Organisationsformen in der Pflege“, welches am Institut für Medizin-Soziologie des Universitätsklinikums Eppendorf-Hamburg angesiedelt war. In dieser Studie wurden in zwei norddeutschen, strukturell vergleichbaren Kliniken auf zwei Stationen der Inneren Medizin Daten erhoben.

Unter arbeitspsychologischen Gesichtspunkten wurden 82 Visiten und Übergaben am Bett qualitativ und quantitativ ausgewertet. Die Visite, ein historisch gewachsenes Instrument im Krankenhaus, und die Übergabe am Bett bieten als Planungs- und Steuerungsinstrumente zum Teil ungenutzte Möglichkeiten. Auftragsklärung, Verlaufsbeobachtung, Prognose und Ergebniskontrolle kann in Visiten und Übergaben am Bett erfolgen und so die Planung und Steuerung im Arbeitsprozess erleichtern. Zielfindung, interdisziplinäre Kooperation, Informationsfluss und Kommunikation spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Die zentralen Ergebnisse betreffen Auftragsklärung unter anderem aus systemischem Betrachtungswinkel und Beteiligung des Patienten, beides essentielle Merkmale der personenbezogenen Dienstleistungen. Ein besonderes Merkmal dieser - auch als Berufstätigkeiten der Zukunft betrachteten - Arbeitsfelder ist die Beteiligung des ‘Arbeitsgegenstandes‘ Mensch an der Arbeit. Für das Krankenhaus bedeutet dies, den Patienten an seiner Genesung, der ‘primären Aufgabe‘ zu beteiligen. Die populären Begriffe Patienten- und Kundenorientierung greifen dies auf.

Weitere Fragen, die in den Ergebnissen beantworten werden, lauten: Wie gestaltet sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit im gesamten behandelnden Team? Welcher Nutzen ergibt sich aus den Ergebnissen für aktuelle gesundheitspolitische Themen wie z.B. Diagnosis Related Groups? Und wie kann vor diesem Hintergrund die Qualität im Dienstleistungszentrum Krankenhaus verbessert werden?

Schlagworte

Arzt-Patienten-Kommunikation Patientenbeteiligung Psychologie

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