Coverabbildung: Lebenserinnerung, „Gallus, Luftschiffer“ von Michael Steindl

Michael Steindl Gallus, Luftschiffer

Hamburg 2002, 316 Seiten

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[…] Und wer sein Buch zu lesen beginnt, wird es kaum mehr so rasch aus der Hand legen: Denn schnell merkt man, dass man es hier mit einem außerordentlichen Text zu tun hat. […]

Walter Buckl in: Donaukurier, 06.03.2003

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Gallus, Luftschiffer ist die Geschichte des Gallus Rottenfußer aus Scheidegg im Allgäu zwischen den Jahren 1933 und 1937. Seine Eltern betreiben das Hotel SONNENHALDE, und der achtjährige Gallus hilft gemeinsam mit seinen vier Geschwistern kräftig mit.

Unter den Gästen sind die Zeppelinkapitäne aus Friedrichshafen die interessantesten, denn von ihnen lernt Gallus Namen wie Pernambuco und Rio de Janeiro und macht Bekanntschaft mit der schönsten Art des Reisens, der Luftschifferei, und mit der blonden Tanja. Gallus erlebt eine Jugend, idyllisch wie es scheint, und im Windschatten der Geschichte.

Dann kommen Gäste, die sich – Röhm-Putsch Juni 1934, Dollfuß-Ermordung Juli 1934 – noch in letzter Minute über die Grenze in Sicherheit bringen, und gleich darauf solche, die nach ihnen suchen. Das Schicksal und der Geist der Zeit greifen in die SONNENHALDE. Glück und Leid rücken für die Rottenfußer-Familie nahe aneinander. Und den höchsten Preis zahlt die geliebte Mutter. Gallus steht fassungslos an ihrem Grab.

Am 3. Mai 1937 die Amerika-Fahrt des LZ 129 HINDENBURG. Gallus und sein Vater sind geladene Gäste und machen sich auf den Weg zum Rhein-Main-Flughafen. Sie überleben die Katastrophe von Lakehurst – durch einen Auto-Unfall bei Darmstadt.

Gallus in seinen Fieberträumen und heimgekehrt nach Scheidegg, gelöst von der Erde und doch zu ihr gehörend, ein Luftschiffer aus Passion.

Bibliografische Daten

Autor Michael Steindl
Titel Gallus, Luftschiffer
Seiten 316
Erscheinungsjahr 2002
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-0664-0
eISBN (eBook) 978-3-339-00664-6
Schriftenreihe Lebenserinnerungen
Band 50

Über Michael Steindl

Prof. Dr. Michael Steindl (1924–2015) war ein renommierter Sprachwissenschaftler und Autor, dessen Wirken die Bereiche Germanistik, Pädagogik und Belletristik verband. Nach seinem Studium der Geschichte, Erdkunde und Germanistik an der LMU München promovierte er 1951 mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit über Friedrich Hölderlin.

Sein beruflicher Werdegang führte ihn zunächst in den Schuldienst, unter anderem nach Salem und als Vizerektor nach Rom, bevor er am Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) tätig war. Im Jahr 1983 folgte er dem Ruf auf die Professur für Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Dort setzte er maßgebliche Akzente in der Ausbildung internationaler Studierender.

Parallel zu seiner akademischen Laufbahn trat Steindl als Verfasser zahlreicher Fachpublikationen sowie als Romanautor hervor. Zu seinen literarischen Werken zählen unter anderem *Die Anhörung* und *Terme Neroniane*. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit engagierte er sich in pädagogischen und sozialen Projekten und war Träger päpstlicher Ehrentitel. Sein Werk zeichnet sich durch die Verbindung von philologischer Präzision und kultureller Vermittlung aus.

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