Dissertation: Vorschlag einer neuen Liquidationsschlussrechnung

Vorschlag einer neuen Liquidationsschlussrechnung

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 136

Hamburg , 280 Seiten

ISBN 978-3-8300-0643-5 (Print)

Zum Inhalt

In Deutschland werden jährlich etwa 6.000 Unternehmen im Rahmen der Liquidation abgewickelt. In Folge der deutschen Wiedervereinigung übernahm die Treuhandanstalt und deren Nachfolgeorganisationen die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) die Liquidation von etwa 4.000 Unternehmen. Als Treuhänder hatte die BvS über ihre Abwicklungen Rechenschaft zu legen, u.a. dem Bundesrechnungshof, den Gesellschaftern, den Arbeitnehmern, den potentiellen Käufern, um nur einige Personengruppen zu nennen.

Eine umfassende, diesen Erfordernissen der Praxis genügende sogenannte Liquidationsschlussrechnung für die Abwicklung von Unternehmen fand sich jedoch nicht im Schrifttum; auch die in der BvS tätigen Wirtschaftsprüfer und Konkursverwalter hatten keine praktikable Lösung im Sinne einer vorausschauenden, aber auch im nachhinein darstellenden Rechenschaftslegung anzubieten.

Dieses Buch will die Lücke durch die Entwicklung einer Schlussrechnung für Liquidationsunternehmen schließen. Diese soll nicht nur die Ordnungsmäßigkeit des Liquidationsverfahrens dokumentieren, sondern auch Hinweise auf die Liquidationsursachen sowie eine genaue Abbbildung der betriebswirtschaftlichen Abläufe ermöglichen. Hierzu werden analog den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Schlussrechnung des Liquidators entwickelt.

An einem Musterfall, einem Liquidationsunternehmen der BvS mit einer Bilanzsumme von 116.512 TDM in der Liquidationsöffnungsbilanz und Personalkosten von knapp 750 TDM während der Liquidationszeit, wird diese ordnungsgemäße Schlussrechnung vorgestellt. Die folgenden betriebswirtschaftlichen Kennziffern, wie Cash flow, neue finanzwirtschaftliche Bilanzen-Entwicklung von finanzwirtschaftlichen Mehrjahre-Bilanzen, Entwicklung von Mehrjahre Gewinn- und Verlustrechnungen, Entwicklung einer Zeitreihe von Cash flow-Rechnungen, Prognose von erweiterten Cash flow-Rechnungen, Liquidationsgutachten, Teilungsmassenberechnung u.a. spielen hierbei die entscheidenste Rolle - sie begleiten und charakterisieren das Verfahren.

Nach Abgrenzung und Bewertung zu den vorhandenen Methoden werden diese betriebswirtschaftlichen Kennziffern und Verfahren an den Liquidations-Musterfall ausgearbeitet und weiter entwickelt zu der neuen Rechenschaftslegung in Form der vorgestellten Liquidationsschlussrechnung. Diese ist geeignet, allen an der Liquidation beteiligten Interessensgruppen, wie z.B. Gläubigern, Arbeitnehmern und Gesellschaftern den ordnungsgemäßen Ablauf der Liquidation nachzuweisen und zu dokumentieren und somit den Liquidator bzw. Treuhänder von etwaigen Haftungsansprüchen freizustellen und zu entlasten.

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