Studie: Frau und Mann in Sprache, Literatur und Kultur des slavischen und baltischen Raumes

Frau und Mann in Sprache, Literatur und Kultur des slavischen und baltischen Raumes

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 45

Hamburg 2002, 294 Seiten
ISBN 978-3-8300-0641-1 (Print)

Birkenrindenurkunden, Contentanalyse, Domostroj, Frau in russischer Propaganda, gender linguistics, gender studies, Kulturwissenschaft, Partnersuchannoncen, russische Metronyme

Zum Inhalt

Die vorliegenden Beiträge dokumentieren Vorträge, die im Rahmen des international besetzten Symposions Frau und Mann in Sprache, Literatur und Kultur des slavischen und baltischen Raumes im Mai 2000 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gehalten wurden.

Das Anliegen der Veranstalter war es, Beiträge aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen an dieser Konferenz zu versammeln. Aus diesem Grund wurde die Fragestellung, die Gegenstand des Symposions sein sollte, so breit formuliert, dass nicht nur spezifisch literatur- und sprachwissenschaftliche Themen willkommen waren, sondern allgemein-kulturwissenschaftliche Perspektiven dieser Thematik beleuchtet werden konnten.
Wenn daher das inhaltliche Spektrum der Beiträge von den altrussischen Novgoroder Birkenrindenurkunden über den mittelrussischen Domostroj und die litauische Folkloredichtung bis hin zu den Heiratsfährigen Mädchen des ukrainischen Dichters Jevhen Hucalo, von den russischen Metronymen über den polnischen Roman um 1800 bis hin zu russischen und deutschen Werbestereotypen in Kontaktannoncen reicht, dann sehen die Herausgeber hierin ihr Anliegen erreicht, einen Sammelband zu präsentieren, der ausgewählte Aspekte des Geschlechterverhältnisses in verschiedenen Kommunikationsformen und Kulturen exemplarisch beleuchtet.

Die in den einzelnen Beiträgen thematisierten Fragestellungen können somit Anstöße für verschiedene weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen geben.
Der Sammelband vereint Beiträge zu verschiedenen Regionen Ost- und Südosteuropas. Vertreten sind Beiträge zum Russischen, Polnischen, Ukrainischen, Kroatoserbischen und zum Litauischen.

Besonders interessant macht diesen Sammelband die Vielfalt der in den Beiträgen angesprochenen Gesichtspunkte und die Tatsache, dass zum Thema Gender-Forschung im slavisch-baltischen Raum im deutschsprachigen Raum noch verhältnismäßig wenig publiziert worden ist.

Darüber hinaus versammelt der Beitrag Gender in der Osteuropaforschung weitere aktuelle Literatur zu diesem Thema in Übersicht und macht diesen Sammelband somit auch bibliographisch zu einer interessanten Quelle für weitere Untersuchungen.



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