Forschungsarbeit: Politische Bildung am Ende?

Politische Bildung am Ende?

Exemplarische Erfahrungen aus drei Maßnahmen der Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe in Ostdeutschland

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 50

Hamburg , 352 Seiten

ISBN 978-3-8300-0606-0 (Print)

Zum Inhalt

Der Text geht der Frage nach, ob emanzipatorisch-aufklärerische Bildungsarbeit mit gewaltaffinen, „rechts“/rechtsextremistisch eingestellten und agierenden Jugendlichen im Rahmen von öffentlichen Angeboten für Beschäftigung, (Erst-)Ausbildung und Freizeitbereiche möglich ist und auf welchen Voraussetzungen sie zu fußen hat. Ausgangspunkt sind vom Autor im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Möglichkeit der „Reintegration durch Arbeit?“ von Jugendlichen/jungen Erwachsenen gemachte exemplarische Erfahrungen aus Maßnahmen der Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe in Ostdeutschland, im Lausitzer Raum. Empirisches Basismaterial sind (43, zum Teil sehr umfangreiche) themenzentrierte Interviews mit jugendlichen Projekt-und MaßnahmeteilnehmerInnen, aber auch mit MitarbeiterInnen in den Maßnahmen, sozialpädagogisch tätig als AusbilderInnen, StützlehrerInnen und anderweitig.

Die explorativ angelegte Studie kommt zu dem Ergebnis, daß politische Bildungsarbeit notwendig ist wie eh und jeh, die Bedingungen dafür aber ständig zu überprüfen und die Voraussetzungen permanent weiter zu entwickeln sind. Das betrifft sowohl einen notwendig differenzierenden Blick auf die Jugendlichen; hierzu werden Typisierungen/Gruppenbildungen vorgenommen. Qualitative Ansprüche beziehen sich aber auch auf die (sozial-/berufs-)pädagogischen Akteure, die sich selbständig bezüglich ihrer Bereitschaft zur und Eignung für das „schwierige Geschäft“ demokratisch bildenden Wirkens überprüfen und fortbilden müßten.

Der Text enthält zusätzlich (einleitend) eine Überblick zur aktuellen Fachdebatte zum Thema „Politische Bildung“; konkrete Resümees aus den Untersuchungen vor Ort werden zudem regelmäßig in generalisierende Vorschläge für eine verbesserte Praxis (auch von Kommunen) verlängert und theoretisch unterlegt, womit nicht zuletzt ein Beitrag empirisch fundierter Theoriebildung zum Thema geleistet wird. Insgesamt handelt es sich damit auch um einen „Steinbruch“, aus dem sich dringend weiter zu führende Diskurse und praktische Fortschrittsambitionen bedienen können.

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