Nicht mehr lieferbar
Lebenserinnerung: Augenblicke

Augenblicke

Erinnerungen eines Augenarztes und Hochschullehrers an das 20. Jahrhundert

Lebenserinnerungen, Band 41

Hamburg 2002, 446 Seiten
ISBN 978-3-8300-0523-0 (Print)

Rezension

[...] Küchle erzählt mit Mutterwitz, verteilt Seitenhiebe und verschweigt auch nicht die selbst eingesteckten Treffer. [...] Über diese Lebenserinnerungen hinaus stellt das Werk quasi eine Geschichte der deutschen Augenheilkunde der letzten 80 Jahre dar. [...]

Westfälische Nachrichten, 08.05.02

20. Jahrhundert, Augenarzt, Autobiografie, Hochschullehrer, Kriegsgefangenschaft, Lebenserinnerungen, Medizinstudium, NS-Zeit, Truppenarzt, Universität Münster

Zum Inhalt

Der Verfasser schildert humorvoll und mit vielen kleinen Anekdoten und Geschichten angereichert sein langes, ereignisreiches, manchmal sogar aufregendes Leben in dem politisch so bewegten 20. Jahrhundert mit all seinen Höhen und Tiefen: die Kindheit in Stettin mit dem Tod der Mutter und mehrerer Brüder, die Jugend in Breslau während der NS-Zeit, sein Medizinstudium in Breslau und Berlin, den Kriegseinsatz in Russland und als Truppenarzt in der Festung Breslau sowie seine 3 1/2-jährige Kriegsgefangenschaft in Russlands hohem Norden.

Es erfolgt eine lebensnahe Beschreibung der ersten mühsamen Jahre nach der Währungsreform und eines allmählichen, von großartigen klinischen Lehrern liebevoll unterstützten Aufstiegs in Münster, München und Zürich zunächst zum Augenarzt und dann zum Hochschullehrer. Nach 13-jähriger Tätigkeit als Chefarzt und Professor in Düsseldorf mit verschiedensten Aktivitäten folgt schließlich die ersehnte Berufung auf den Lehrstuhl für Augenheilkunde an der Universität Münster, wo der Autor 24 Jahre nach seinem Lehrer dessen Nachfolger wird.

Er beschreibt sein Wirken als Kliniker, Wissenschaftler, begeisterter Hochschullehrer sowie als Dekan und Prodekan der medizinischen Fakultät, Ämter in denen er so manches bewirken konnte. Nach seiner Emeritierung widmet sich der Verfasser in leitender Position längere Jahre auch der augenärztlichen Berufspolitik mit all ihren Aufgaben und Problemen, schreibt mehrere Fachbücher und unternimmt zahlreiche schöne, machmal aber auch dramatische Reisen, von denen er einige näher schildert. Das durch mehrere Hunde bereicherte Familienleben, viele Feste mit guten Freunden, sein Interesse für klassische Dichtung und Musik und ihm zuteil gewordene Ehrungen runden das bunte Bild eines reichen Lebens ab, in dem sich die wechselvollen Ereignisse des 20. Jahrhunderts widerspiegeln.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben