Dissertation: Die Nutzung der Verfügbarkeitsheuristik - eine Frage der Stimmung?

Die Nutzung der Verfügbarkeitsheuristik - eine Frage der Stimmung?

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 79

Hamburg , 278 Seiten

ISBN 978-3-8300-0417-2 (Print)

Zum Inhalt

In der vorliegenden Arbeit spielt die Bildung von Urteilen eine wesentliche Rolle. Um deutlich zu machen, daß Urteile auf ganz verschiedenen Grundlagen gebildet werden können, wird zunächst dargelegt, welche Grundlagen es sind, auf denen Urteile gebildet werden können.
So wird zuerst auf das eigene Verhalten eingegangen, das als Urteilsgrundlage genutzt werden kann. Im Anschluß daran wird auf den Inhalt persuasiver Botschaften eingegangen, der ebenfalls als Basis für Urteile herangezogen werden kann. Der darauf folgende Abschnitt befaßt sich mit den unterschiedlichen Arten subjektiver Erfahrungen, die ebenfalls die Urteilsbildung beeinflussen können.

Dem Kern der vorliegenden Arbeit wird auf diese Weise immer näher gekommen: Zunächst wird der Einfluß nicht-emotionaler subjektiver Erfahrungen beziehungsweise Gefühle auf die Urteilsbildung näher beleuchtet. Besondere Beachtung wird hierbei der Verfügbarkeitsheuristik von Tversky und Kahneman (1973) geschenkt, die in der vorliegenden Arbeit im Mittelpunkt der Untersuchungen steht. Das Gefühl der Leichtigkeit beziehungsweise Schwierigkeit beider Argumenten-/Informationsgenerierung, das bei der Verfügbarkeitsheuristik eine entscheidende Rolle spielt, wird ebenfalls zu den nicht-emotionalen subjektiven Erfahrungen gezählt und kann eine Einfluß auf die Urteilsbildung haben.

Im Anschluß daran wird auf weitere nicht-emotionale subjektive Erfahrungen eingegangen und wie diese die Urteilsbildung determinieren können. Nachdem die nicht-emotionale Seite subjektiver Erfahrungen abgehandelt ist, wird auf den Einfluß emotionaler Gefühle auf die Urteilsbildung eingegangen, der ebenfalls zu den subjektiven Erfahrungen gerechnet wird.

Da in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden wird, daß die Valenz der Stimmung für die Nutzung der Verfügbarkeitsheuristik von entscheidender Bedeutung ist, wird, nachdem verschiedene Grundlagen für die Urteilsbildung erläutert worden sind, zunächst auf den Begriff der Stimmung eingegangen.
Nachdem darauf hingewiesen wurde, daß sich positive und negative Stimmung unterschiedlich auf kognitive Prozesse auswirkt, werden verschiedene Stimmungsmodelle dargestellt. Zwischen diesen einzelnen Stimmungsmodellen besteht darüber Konsens, daß sich positiv gestimmte Personen stärker der Nutzung allgemeiner Wissensstrukturen bedienen als dies im Vergleich dazu bei negativ Gestimmten der Fall ist. Weshalb sich jedoch positiv und negativ Gestimmte in dem Ausmaß der Nutzung allgemeiner Wissensstrukturen unterscheiden, wird von den einzelnen Stimmungsmodellen auf unterschiedliche Weise erklärt. Zu diesem Zeitpunkt wird dem Leser bereits klar sein, daß die Stimmung auch einen Einfluß darauf haben muß, ob die Verfügbarkeitsheuristik bei der Urteilsbildung genutzt wird oder nicht.

Zuletzt wird auf Randbedingungen eingegangen, welche bislang erforscht wurden, unter denen entweder das subjektive Gefühl genutzt oder nicht genutzt wurde.
Hier schließen sich die theoretischen Vorüberlegungen und die Ableitung der ersten beiden Hypothesen an, in denen postuliert wird, daß sich positive und negative Stimmung unterschiedlich auf die Nutzung der Verfügbarkeitsheuristik auf Grundlage für die Urteilsbildung auswirkt. Diese beiden Hypothesen werden dann experimentell überprüft.

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