Dissertation: Budgetkürzungen im Kulturbereich, untersucht am Beispiel deutscher Orchester

Budgetkürzungen im Kulturbereich, untersucht am Beispiel deutscher Orchester

Auswirkungen und Anpassungsmaßnahmen

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 125

Hamburg , 332 Seiten

ISBN 978-3-8300-0398-4 (Print)

Zum Inhalt

„Sparen“, „Arbeitsplatzabbau“, „Reformieren“ sind Schlagwörter, die die öffentliche Diskussion in allen Bereichen beherrschen. Schon seit geraumer Zeit wird daher zunehmend auch an Ideen und Modellen zur Reform der Strukturen des deutschen Verwaltungsapparates gearbeitet. Dies betrifft auch den Kultursektor, dessen Unterstützung sich die öffentliche Hand zur Aufgabe gemacht hat. Da Kultur nur einen sehr kleinen Teil der öffentlichen Gelder in Anspruch nimmt und andererseits kulturelle Einrichtungen vermehrt von privater Seite betrieben und finanziert werden, stellt sich die Frage, inwieweit und auf welche Weise öffentliche und private Kürzungsvorgaben und die dadurch in vielen Fällen veranlassten Neuorientierungen und Reformbestrebungen diesen Bereich beeinflussen.

Demzufolge ergibt sich für die vorliegende Arbeit zunächst allgemein die Frage, welche Auswirkungen Budgetkürzungen im Kulturbereich verursachen. Budgetkürzungen im Kulturbereich sind dabei gerade für den Kulturstandort Deutschland problematisch und werden laufend in den Medien thematisiert. In einigen Kulturbereichen, z.B. im Theaterbereich, werden die Auswirkungen von Sparmaßnahmen in Hinblick auf Reformansätze daher schon seit längerem analysiert, was z.T. bereits zu konkret belegbaren Verbesserungen führt. Im Vergleich dazu liegen für „reine Musikbetriebe“, vor allem für den Orchesterbereich, bislang jedoch keine Ergebnisse von Auswirkungen und den damit verbundenen Veränderungen vor. Daher ist es ferner das Anliegen dieser Arbeit, die Auswirkungen der Budgetkürzungen speziell für die deutschen Orchester aufzuzeigen. Im Vordergrund steht in dieser Arbeit dabei die Analyse der innerbetrieblichen Veränderungen und weniger die differenzierte Betrachtung und Beurteilung kulturpolitischer Handlungen.

Die zweite Fragestellung der Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten, die im Orchesterbereich auftretenden Defizite durch Reformen zu reduzieren und Anpassungsmaßnahmen an notwendige Einsparungen zu finden. Es kommen die Besonderheiten des Kulturbetriebs „Orchester“ ebenso zur Sprache wie die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zwischen privaten und öffentlichen Einrichtungen und deren Zielsetzungen. Die Untersuchungen sollen dabei zeigen, welche Organisationsformen für Orchester vorteilhaft sind oder welche Reformmodelle Anwendung finden können. Dabei wird nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgegangen, um Parallelen und Unterschiede des Orchesterbereichs zu anderen Wirtschaftsbereichen deutlich zu machen.

Für die Analysen und Bewertungen der Reformalternativen wurde unterstützend eine Auswahl deutscher Orchester als Fallbeispiele herangezogen. Die Gruppe der betrachteten Orchester schließt professionelle und semiprofessionelle, private und öffentlich unterstützte Orchester als Untersuchungsgegenstand ein, darunter moderne Symphonieorchester bis hin zu Kammer- und Rundfunkorchester sowie Opernorchester. In den Untersuchungen werden die Verantwortlichen von den zu Fallbeispielen herangezogenen Orchestern befragt. Außerdem werden Erkenntnisse von Verantwortlichen des Deutschen Bühnenvereins, der Deutschen Orchestervereinigung, sowie von Dirigenten, Berufsmusikern und anderer im Orchesterbereich tätiger Personen analysiert und bewertet, da diese die Grundlage der deutschen Orchesterlandschaft bilden bzw. die Entwicklungen dieses Bereichs wesentlich beeinflussen.

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