Dissertation: Den Wandel begleiten - Arbeitstherapie in der Psychiatrie -

Den Wandel begleiten - Arbeitstherapie in der Psychiatrie -

Beitrag zur praxisorientierten sozialpsychiatrischen Forschung am Beispiel eines Umstrukturierungsversuchs der Arbeitstherapie des ZfP Weinsberg

Studien zur Psychiatrieforschung, Band 9

Hamburg 2001, 325 Seiten
ISBN 978-3-8300-0383-0 (Print)

Arbeitstherapie, Gesundheitswissenschaft, Institutioneller Wandel, Interventionsforschung, Klientengerechte Gestaltung, Medizin, Psychiatrische Institution, Psychologie, Qualitätssicherung, Sozialpsychiatrie

Zum Inhalt

Dieses Buch behandelt das Thema der Umgestaltung psychiatrischer Strukturen am Beispiel der Arbeitstherapie eines psychiatrischen Krankenhauses mit Versorgungspflicht.
Angestrebt wird eine Synthese von Theorie, Methode und Praxis in der sozialpsychiatrischen Forschung. Das konkrete Forschungsfeld stellt hier die Arbeitstherapie dar. Durch eine Analyse und Kontextualisierung der Grundbergriffe der Arbeitstherapie, eine ausführliche Darstellung der historischen Hintergründe und eine innovative empirische Erforschung ihrer gegenwärtigen Standpunkte wird versucht, die Frage nach dem heutigen Auftrag der Arbeitstherapie in der Psychiatrie zu klären.

Bildet heute die Arbeitstherapie noch ein relevantes Angebot in der Buchhandlung psychisch kranker Personen oder ist sie lediglich ein Mitbringsel früherer Zeiten? Wenn ja, wie lassen sich in der Zeit der Postmoderne ihre Ziele formulieren, unter welchen Voraussetzungen sollte diese „Behandlungsform“ erfolgen, was handelt sich und was bleibt weiter bestehen, in welcher interaktiver Dynamik und mit welchen Konsequenzen?

Zu der Beantwortung dieser Fragen werden in unserer Untersuchung alle professionellen Berufsgruppen (Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Pflegekräfte, die Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten selbst) sowie Patienten einer psychiatrischen Klinik in einem Prozess direkt einbezogen, der an sich einen Strukturwandel anregt, begleitet und entfalten lässt.

Die Fragestellung ist mutig, die Methode vielseitig, spielerisch und zugleich anspruchsvoll, die unmittelbare Verbindung mit der Praxis spannend. Die konkreten Vorschläge für eine strukturelle Umgestaltung der Arbeitstherapie einer psychiatrischen Klinik bieten interessante inhaltliche Anregungen für die Praxis, fordern alle Betroffenen zur direkten Einmischung in Wandelprozesse auf und dadurch wird der Utopie ihr Platz in der Psychiatrie zurück gegeben.



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