Lebenserinnerung: So begann es

So begann es

Lebenserinnerungen 1910 bis 1945

Lebenserinnerungen, Band 27

Hamburg , 205 Seiten

ISBN 978-3-8300-0241-3 (Print)

Rezension

Ein Buch, das in dem Kreis der "Erinnerungen", die zur Zeit überall erscheinen, einen würdigen Platz einnimmt. Autor und Verlg sind sehr zu beglückwünschen zu diesem großartigen Wurf, der die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg aus eigenem Erleben beispielhaft beschreibt.
in: Zeitschrift, (7)2001

Zum Inhalt

Heinz-Dietrich Ortlieb, ehemaliger Leiter des HWWA-Instituts in Hamburg, blickt zurück auf ein ereignisreiches Leben. Geboren wird er in Oberschlesien (erste Erinnerung: ein zaristischer Grenzsoldat mit Pelzmütze und Gewehr an einem offenen Kohlenofen), seine Jugend verbringt er zwischen zwei Weltkriegen. Er erlebt den Ersten Weltkrieg in einer norddeutschen Kleinstadt mit Steckrübenwinter, Hunger und Schulsorgen. Es folgt ein Umzug in die Uckermark mit Geldknappheit und Inflation - aber auch Schulerfolgen und Freunden. Nach dem Abitur geht es als Studienstiftler zum Medizinstudium nach Berlin, das er aber nach einer Unterbrechung als Hauslehrer auf einem verschuldeten Gut in Brandenburg nach dem dritten Semester abbricht.

In Hamburg hört er Volkswirtschaft und ist fasziniert von Eduard Heimann, der als Jude 1934 emigrieren wird. Erfolgreich bewirbt er sich erneut um Aufnahme in die Studienstiftung, es folgt ein Studium in Berlin bei Werner Sombart und in Hamburg bei Eduard Heimann. Sommer 1931 tritt Heinz-Dietrich Ortlieb in die Sozialistische Studentengruppe (SSG) und in die SPD ein. Im Wintersemester 32/33 erlebt er in Berlin die Machtübernahme und den Reichstagsbrand mit allen Folgen.

Nach dem Diplomexamen beginnt er seine Doktorarbeit, mit Unterbrechung durch den einjährigen freiwilligen Militärdienst, und promoviert 1938. Er arbeitet als Assistent am Kolonialwissenschaftlichen Institut der „Hansischen Universität“, wo er an dem Thema „Eingeborenenernährung und Ernährungspolitik in Tropisch-Afrika“ arbeitet. Zwecks Materialsuche macht er eine Rundreise um Afrika als Zahlmeisteranwärter auf einem Dampfer.

Die Arbeit wird als Habilitationsschrift angenommen, da kommt der Gestellungsbefehl. Im März 1940 findet noch die mündliche Habilitation statt, dann geht es in den Frankreichkrieg. Nach dreizehn zivilen Monaten als Dozent in Hamburg erfolgt eine neue Einberufung nach Russland. Heinz-Dietrich Ortlieb nimmt am Russlandfeldzug teil, bis er im März 1945 in Ostpreussen verwundet wird und über Pillau nach Hause kommt.

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