Dissertation: Angewandte interkulturelle Kommunikation im Hochschulbereich

Angewandte interkulturelle Kommunikation im Hochschulbereich

Comparative cultural studies in different media am Beispiel eines projektorientierten Seminars für internationale Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften

COMMUNICATIO, Band 1

Hamburg , 240 Seiten

ISBN 978-3-8300-0113-3 (Print)

Zum Inhalt

Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit ist die von Linguisten und Kulturwissenschaftlern geteilte Überzeugung, dass zwischen Sprache und Kultur eine wechselseitige Inhärenz besteht und jedweder sprachliche Ausdruck historische Welterfahrungen, Überzeugungen und Wertungen enthält. Sprache verhilft demnach ihrer Kultur zum Ausdruck, indem sie als Zeichensystem fungiert, das sowohl von den historisch-kulturellen Bedingungen, als auch von den limitierten Möglichkeiten eines Menschen, eine fremde Sprache zu erwerben, determiniert wird. Reflexion der Bedingungen von Sprechakten, Sicherung des Verständnisses und Behebung von Missverständnissen, wenn solche evident werden, sind Bestandteile von Kommunikation, die gleichermaßen Metakommunikation verursachen.

Interkulturelle Kommunikationskompetenz zeigt sich in der Fähigkeit, zwischen und über mindestens zwei Kulturen Kommunikation zu bewirken und Defizite auszugleichen. Der Fremdsprachenunterricht muss auf diese Fähigkeit vorbereiten, indem nicht nur sprachliches Verständnis, sondern auch Missverständnisse geübt werden.

Um das Interesse der Seminarteilnehmer zu wecken, werden in einem theoretischen Einführungsteil kulturelle Einflussfaktoren wie beispielsweise Bildungssysteme aus subjektiver und objektiver Perspektive der Teilnehmer untersucht, womit gleichzeitig deutlich wird, inwieweit öffentliche Institutionen das Denken, Handeln und Werten eines Individuums und einer Gesellschaft prägen können. Darüber hinaus werden Rezeptionsgegenstände populärer Medien ausgesucht, die in Kleingruppen analysiert und coram publico in einer fremden Sprache (Englisch, Französisch oder Deutsch als Fremdsprache) vorgetragen werden.

Bedenkt man die eher negativen Erfahrungen, die die Studierenden der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften im Sekundarschulbereich mit Fremdsprachen, Textanalysen und Landeskunde gemacht haben, dürfen die in dem Seminar gezeigte Motivation der Teilnehmer und die daraus resultierenden Projektergebnisse als Erfolg bezeichnet werden.

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