: Früherfassung der Unternehmungskulturals Risikofaktor bei Mergers & Acquisitions

Früherfassung der Unternehmungskulturals Risikofaktor bei Mergers & Acquisitions

Eine methodisch-kritische Pre-Merger Analyse

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 108

Hamburg , 237 Seiten

ISBN 978-3-8300-0048-8 (Print)

Zum Inhalt

Unternehmenszusammenschlüsse oder angelsächsisch Mergers & Acquisitions (M&A) sind zweifelsohne das Leitthema in der deutschen Wirtschaftslandschaft der neunziger Jahre. Angefangen mit dem Privatisierungsimpuls der Treuhandanstalt über namhafte Großtransaktionen bis zu den zahlreichen aktuellen Nachfolgeregelungen: Fusionieren heißt hierbei die Devise, die manchmal auch schon zum allmächtigen Rezept wurde!

Dass nicht alles heilt, was es „auf Rezept“ gibt, stellen immer wieder viele Unternehmer fest, denn zwischen 30 und 60 Prozent aller M&A-Projekte erfüllen nicht ihre Vision und werden daher als gescheitert ad acta gelegt. Ganz abgesehen von den finanziellen, sozialen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen dieser starken Entwicklung stellt man sich hierbei die berechtigte Frage nach den Ursachen für dieses signifikante Scheitern und erfährt aus unterschiedlichen Studien, dass dies zu 47 Prozent aufgrund einer verkürzten Pre-Merger-Diligence (Schwachstellenprüfung vor dem Zusammenschluss) geschieht und etwa zu 49 Prozent an nicht vorhandener Post-Merger-Integration (Einigungsprozess nach dem Zusammenschluss) liegt. Bei beiden Ursachen spielt die „Diagnose“ bzw. die „Therapie“ unterschiedlicher Unternehmenskulturen die zentrale Rolle, da hierin die kritischen Werte und Einstellungen der Partner begründet liegen.

Trotz der stets wachsenden Sensibilität für Unternehmungskultur als Risikofaktor bei M&A verfügt bislang jedoch weder die Praxis noch die Forschung über eine verbindliche Konzeption zur systematischen Früherfassung der unternehmungskulturellen Verträglichkeit der M&A-Partner.

Die vorliegende Arbeit versucht diese Lücke kritisch zu analysieren und bewusst im Rahmen einer systematischen Reflexion zu erweitern. Die Analyse bietet eine kompakte Einführung in die Pre-Merger-Problematik von M&A-Projekten an. Die vom Autor aufgebaute Systematik führt den kultursensiblen Leser rasch zu den konkreten Risikoherden im Vorfeld einer Transaktion und zeigt vor dem Hintergrund zahlreicher praktischer Beispiele die bestehenden Lücken des derzeitigen Status quo von Forschung und Beratung auf. Auf dieser Grundlage wird dann ein fallspezifisch gestaltbares Konzept zur Erfassung von Unternehmenskultur in der Pre-Merger-Phase entwickelt und vorgestellt.

Wegen der gleichzeitigen Berücksichtigung methodischer sowie situativer Aspekte ist dieses Buch sowohl für den Forscher als auch für den Praktiker eine interessante Lektüre zur kritischen Reflexion und methodischen Erweiterung im M&A-Bereich.

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