: Entwicklung eines Online-Biomonitors zur wirkungsbezogenen und kontinuierlichen Überwachung von Emissionen aus Abfallverbrennungsanlagen

Entwicklung eines Online-Biomonitors zur wirkungsbezogenen und kontinuierlichen Überwachung von Emissionen aus Abfallverbrennungsanlagen

AGRARIA – Studien zur Agrarökologie, Band 27

Hamburg 1999, 190 Seiten
ISBN 978-3-8300-0036-5 (Print)

Abfallverbrennung, Agrarwissenschaft, Bioindikation, Biomonitoring, Emission, Messung, Online-Überwachung, Rauchgase, Toxizität

Zum Inhalt

Abfallverbrennungsanlagen und ihre Emissionen waren während der letzten Jahre immer wieder ein sehr umstrittenes Thema in der öffentlichen Diskussion. Bezüglich der Müllproblematik gab es zwar intensive Bemühungen auf den Gebieten der Müllvermeidung und des Recyclings, die jedoch die Probleme der Abfallentsorgung bislang noch nicht lösen konnten, so dass thermische Entsorgung momentan unumgänglich erscheint. Die Technik dieser Anlagen wurde in letzter Zeit zwar erheblich verbessert, sie emittieren jedoch auch heute noch, wie jede andere Verbrennung, erheblich Mengen anorganischer und organischer Schadstoffe, die über Abwasser, Verbrennungsrückstände und Rauchgas, dessen Hauptbestandteile SO 2, HCI, HF, NOx und CO sind, sowie Schwermetalle in die Umwelt gelangen.

Eine umfassende Analyse aller Bestandteile der Emissionen ist jedoch insbesondere aufgrund der Vielzahl von z.T. noch nicht identifizierten organischen Inhaltsstoffen in absehbarer Zeit weder praktisch durchführbar noch finanzierbar, so dass andere Möglichkeiten zur Überwachung von Emissionen gefunden werden müssen.

Hierzu können bioindikative Verfahren einen Beitrag leisten, mit denen prinzipiell außerdem die Möglichkeit eines „Online-Biomotorings“ gegeben ist. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein solcher Online-Biomonitor entwickelt, der wirkungsbezogen auf die mit Rauchgasen emittierten Schadstoffe reagiert. Dieses System soll kontinuierlich oder wenigstens semikontinuierlich arbeiten, so dass es letztendlich als eine Art „Alarmsystem“ eingesetzt werden kann, das im Falle einer Überschreitung der festzulegenden Wirkungsgrenze ein Signal auslöst und weitere Schritte wie z.B. eine Überprüfung der technischen Anlage einleitet. Die Autorin testete für die wässrigen Rauchgaskondensate ein aquatisches Biotestsystem und für die Gasphase terrestrische Organismen auf ihre Eignung.



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