Zum Inhalt
Der anhaltende Mangel an Spenderorganen zählt zu den schwerwiegendsten Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens. Diese Dissertation untersucht das rechtlich wie gesellschaftlich hochaktuelle Thema der Möglichkeit einer Organspende nach dem Herzkreislauftod und ihre Vereinbarkeit mit der deutschen Rechtsordnung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das geltende Transplantationsrecht den verfassungsrechtlichen Anforderungen noch genügt und welche Reformen erforderlich sind, um den Kreis potenzieller Organspender rechtssicher zu erweitern. Die Arbeit verbindet eine Analyse des Transplantationsgesetzes mit einer vertieften verfassungsrechtlichen Betrachtung der Schutzpflichten des Staates, des Selbstbestimmungsrechts, des Lebensschutzes und der Grenzen medizinrechtlicher Regulierung.
Aufmerksamkeit gilt auch dem Vergleich mit ausländischen Regelungsmodellen, insbesondere der Schweiz, den USA, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Daraus entwickelt die Arbeit konkrete und praxisnahe Reformoptionen für den deutschen Gesetzgeber.
Das Werk richtet sich an Wissenschaft, Praxis, Gesetzgebung und alle, die sich mit Medizinrecht, Verfassungsrecht, Gesundheitspolitik und bioethischen Grundfragen befassen. Es bietet eine präzise, aktuelle und lösungsorientierte Auseinandersetzung mit einer Debatte, die für die Zukunft der Organspende in Deutschland von zentraler Bedeutung ist.
Bibliografische Daten
| Autor | Johannes Ferstl |
| Titel | Organspende nach dem kardiovaskulären Tod (DCD) |
| Untertitel | mit Bezug zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe |
| Seiten | 210 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-15136-0 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-15137-7 |
| Schriftenreihe | Verfassungsrecht in Forschung und Praxis |
| Band | 168 |
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