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Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Eine Königin kehrt heim: Der ursprüngliche Standort des Benediktinerklosters Kempten und das Geheimnis um die Grabstätte der fränkischen Königin Hildegard“ von Sven Selinger

Sven Selinger Eine Königin kehrt heim: Der ursprüngliche Standort des Benediktinerklosters Kempten und das Geheimnis um die Grabstätte der fränkischen Königin Hildegard

Hamburg 2026, 348 Seiten

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Zum Inhalt

In der wissenschaftlichen Diskussion wird Karl der Große auch als Vater Europas bezeichnet. Hildegard war die dritte und bedeutendste Gemahlin des über das vereinigte Frankenreich herrschenden Königs und späteren römisch-legitimierten Kaisers Karl, die auch die Mutter des fränkischen Thronnachfolgers Ludwig dem Frommen gewesen ist. Auf einem im Jahre 1987 abgehaltenen Symposium in Metz haben sich namhafte Wissenschaftler mit der Historie um Karl den Großen und Hildegard beschäftigt, was zu dem von der Université de Paris X – Nanterre, Centre de Recherches sur l’Antiquité tardive et le haut Moyen-Age, und dem Centre de Recherches d’Histoire et Civilisation de l’Université de Metz in Kooperation herausgegebenen Sammelband mit dem Titel Actes du colloque --Autour d’Hildegarde--, Paris 1987, geführt hat. Hat Hildegard, die Gemahlin Karls des Großen, ihre letzte Ruhestätte aber nun wirklich in der Abtei St. Arnulf zu Metz gefunden? Oder entspricht die Nachricht in dem aus dem Codex Vaticanus Latinus Reginae entlehnten und in die Genealogiae Karolorum übertragenen Stammbaum, wonach Hildegard in Campidone bestattet worden ist, doch einer vera veritatis historicae repraesentatio? Eine Kemptener Chronik des ausgehenden 15. Jahrhunderts spricht hinsichtlich der fränkischen Königin Hildegard davon, dass diese in Kempten „(…) ist begraben worden an der statt wo die Hilgard gewonet had“ (Birk). Die gesicherte Erkenntnis des Königshofs Hildegardisberg in Campidonensis hat im Lichte der in der Forschung umstrittenen und im Rahmen des Werkes umfassend zu erörternden Frage nach dem frühesten Standort des frühmittelalterlichen Kemptener Klosters Anlass für eine Neubewertung des Meinungsstandes gegeben. Die Abhandlung bezieht dabei unter anderem auch die Analyse eines im ausgehenden Mittelalter im Rahmen des früheren Standortes des Königshofs Hildegardisberg uff der Rotach errichteten Konventhauses mit ein, wo nach einer stiftkemptischen Urkunde des Jahres 1480 ein italienischer Garten der Frührenaissance angelegt worden ist, wobei in dem urkundlichen Dokument in einer verschlüsselten Codierung eine liegende Achtzahl vermerkt worden ist, die vor dem Hintergrund der theologia gloriae und der Zeichenverweise der italienischen Renaissance einen weitergehenden Erkenntniswert mit Blick auf den ursprünglichen Klosterstandort und die Grabstätte Hildegards vermuten lässt. Das Buch gibt im Ergebnis einen anderen Blick auf die karolingische Benediktinerabtei Kempten wie auf das Leben der vergangenen fränkischen Königin.

Bibliografische Daten

Autor Sven Selinger
Titel Eine Königin kehrt heim: Der ursprüngliche Standort des Benediktinerklosters Kempten und das Geheimnis um die Grabstätte der fränkischen Königin Hildegard
Seiten 348
Erscheinungsjahr 2026
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-15108-7
eISBN (eBook) 978-3-339-15109-4
Schriftenreihe Geschichtswissenschaftliche Studien
Band 21

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