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Coverabbildung: Dissertation, „Strafbare Beleidigung und Volksverhetzung im Fußballsport“ von Emina Wacker

Emina Wacker Strafbare Beleidigung und Volksverhetzung im Fußballsport

Hamburg 2026, 178 Seiten

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Zum Inhalt

Das Fußballstadion ist einer der unmittelbarsten öffentlichen Räume der Gegenwart. Woche für Woche treffen dort Zehntausende Zuschauer aufeinander, ihre Emotionen entladen sich in Sprechchören, Bannern und Zurufen, die zwischen Fankultur, Provokation und Strafbarkeit changieren. Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen derartige Äußerungen im Fußballkontext den Tatbestand der Beleidigung nach § 185 StGB oder der Volksverhetzung nach § 130 StGB erfüllen.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Kommunikation im Stadion eigenen Regeln folgt, die sich nicht ohne Weiteres in die allgemeinen strafrechtlichen Kategorien übertragen lassen. Die Arbeit analysiert systematisch, wie Äußerungen gegenüber Spielern, Schiedsrichtern, gegnerischen Fans oder ganzen Fangruppen strafrechtlich einzuordnen sind, und wo die grundrechtlich geschützte Meinungsfreiheit sowie die Eigenlogik der Fankultur einer Strafbarkeit entgegenstehen können. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf wechselseitigen Beleidigungen zwischen rivalisierenden Fangruppen und der damit verbundenen Frage nach § 199 StGB. Ergänzend werden die Besonderheiten der Anwendung des Territorialitätsprinzips (§§ 5, 7 StGB) bei grenzüberschreitend ausstrahlenden Äußerungsdelikten im Fußballkontext untersucht.

Die Untersuchung verbindet eine dogmatisch präzise Tatbestandsanalyse mit einer Auswertung der einschlägigen, in den letzten Jahren zunehmend praxisrelevanten Rechtsprechung. Sie richtet sich an Wissenschaft und Praxis gleichermaßen, insbesondere an Strafverteidiger, Staatsanwaltschaften und Gerichte, die mit Verfahren aus dem Fußballumfeld befasst sind, sowie an Verbände und Vereine, die sich mit den rechtlichen Grenzen von Fankultur auseinandersetzen.

Die Arbeit wurde von der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam als Dissertation angenommen.

Bibliografische Daten

Autorin Emina Wacker
Titel Strafbare Beleidigung und Volksverhetzung im Fußballsport
Seiten 178
Erscheinungsjahr 2026
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-15094-3
eISBN (eBook) 978-3-339-15095-0
Schriftenreihe Strafrecht in Forschung und Praxis
Band 442

Über Emina Wacker

Emina Wacker wurde 1997 in Berlin geboren. In den Jahren 2017 bis 2022 studierte sie Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsstrafrecht und Kriminologie. Nach dem ersten juristischen Examen promivierte sie an der Universität Potsdam. Die Referendarsausbildung beim Kammergericht Berlin beendete sie 2026.

Die Idee zu diesem Thema entstand aus der Verbindung zweier Interessen der Autorin: der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Strafrecht und einer langjährigen persönlichen Nähe zum Fußball, den die Autorin selbst seit vielen Jahren aktiv im Verein spielt. Im Austausch mit ihrem Doktorvater, Prof. Dr. Wolfgang Mitsch, der die Arbeit betreut hat, entwickelte sich daraus rasch die Fragestellung, wie sich die besondere Kommunikationskultur im Stadion in die strafrechtlichen Kategorien der Beleidigung und der Volksverhetzung einordnen lässt. Die Arbeit wurde von der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam als Dissertation angenommen. Die mündliche Prüfung fand im Juni 2026 statt. <7p>

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