Dietmar Langer
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Ein pädagogischer Briefwechsel
aus geisteswissenschaftlicher Sicht mit Gottfried Bräuer, Rudolf Lassahn, Walter Eisermann und Wolfgang Hinrichs
Hamburg 2026, 252 Seiten
Zum Inhalt
Der vorliegende Gedankenaustausch beruht auf tiefgreifenden Dialogen mit Gottfried Bräuer, Rudolf Lassahn, Walter Eisermann und Wolfgang Hinrichs. Betrachtet man deren Dissertationen, so wird allein schon dadurch deutlich, weshalb es sich um einen pädagogischen Briefwechsel aus geisteswissenschaftlicher Sicht handelt.
1962 wurde Bräuer mit einer Arbeit im Grenzgebiet zwischen Philosophie und Ästhetik promoviert. Sein Doktorvater in Tübingen war Otto Friedrich Bollnow. Zudem war er wissenschaftliche Hilfskraft bei Eduard Spranger. 1965 promovierte Lassahn, 1969 erfolgte mit „Studien zur Wirkungsgeschichte Fichtes als Pädagoge“ die Habilitation. Ernst Lichtenstein war sein akademischer Lehrer. Zudem kann man ihn in die Hegel-Schiene in der Pädagogik einordnen, der auch Theodor Litt und Josef Derbolav angehörten. Eisermann hatte 1958 als letzter Absolvent bei Eduard Spranger mit Otto Friedrich Bollnow als Zweitgutachter in Tübingen über die Möglichkeit einer Gewissenserziehung promoviert. Hinrichs war zwar auch Schüler von Eduard Spranger, machte aber seinen Doktortitel 1966 in Tübingen bei Andreas Flitner und Otto Friedrich Bollnow über Schleiermachers Theorie der Geselligkeit.
Die Inhalte der Briefe beziehen sich auf Themen über „Bildung, Geist, Subjektivität und Vernunft“ sowie über „Erziehung, Wille, Freiheit, Gewissen und Verantwortung“. Zwar konnte in vielen Fällen ein Konsens gefunden werden, doch blieben mitunter auch offene Fragen. Das gemeinsame Themenfeld mit allen vier renommierten Geisteswissenschaftlern lässt sich mit drei Schwerpunkten eingrenzen: Zum einen geht es um die postmoderne Konzeptualisierung des Subjekts als Adressat der Erziehung und Bildung, zum anderen um die Reflexion der erkenntnistheoretischen Wurzeln des eigenen Denkens und drittens um die Rückbesinnung auf das kulturelle Gedächtnis von der Antike über die Neuzeit bis zur Postmoderne.
Das Hauptanliegen des pädagogischen Briefwechsels bestand bezüglich dieser Schwerpunkte darin,
- die pädagogische Problemlage auf dem Niveau des gegenwärtigen Diskussionsstands zu exponieren,
- in die Analyse einzutreten (und zwar phänomenologisch, hermeneutisch, kritisch-rationalistisch, aber auch nicht ohne Durchdenken dessen, was die Transzendentalphilosophie richtig gesehen hatte),
- den Diskurs dann so zu führen, dass die Flanken für das interdisziplinäre Gespräch offen gehalten werden, also voreilige Reduktionismen und Vergröberungen kritisch auf ihre verdeckten Annahmen hin zu bedenken, und
- unter Umständen auch zu verteidigen, was szientistisch nicht restlos geklärt, aber als Faktum der Freiheit (Kant) eine erziehungswissenschaftliche Perspektive bleiben kann, ja muss.
Es bleibt nämlich einiges, was unter der Kategorie „wisdom of body“ und „Geheimnis menschlicher Vernunft“ gerechnet werden kann.
Bibliografische Daten
| Autor | Dietmar Langer |
| Titel | Ein pädagogischer Briefwechsel |
| Untertitel | aus geisteswissenschaftlicher Sicht mit Gottfried Bräuer, Rudolf Lassahn, Walter Eisermann und Wolfgang Hinrichs |
| Seiten | 252 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-15024-0 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-15025-7 |
| Schriftenreihe | Schriften zur Pädagogischen Theorie |
| Band | 27 |
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