Irene Heise Amoris Laetitia als Durchbruch in der Katholischen Kirche
Caterina von Siena und die Pionierarbeit für Wiederverheiratete Geschiedene
Hamburg 2026, 334 Seiten
Zum Inhalt
10 Jahre „Amoris Laetitia“ von Papst Franziskus: Das nachsynodale Apostolische Schreiben vom 19.März 2016 hat für den Status von Katholikinnen und Katholiken nach Ehescheidung und Wiederverheiratung den entscheidenden Durchbruch geschaffen.
Professorin Irene Heise, Religionspädagogin aus Wien, hat zur Lösung vor allem in der Sakramentenfrage für Betroffene die entscheidende Pionierarbeit für Amoris Laetitia geleistet. Bereits 1989 – vier Jahre vor Erscheinen des aufsehenerregenden Hirtenwortes der Oberrheinischen Bischöfe zu Scheidung und Wiederverheiratung 1993 – hatte Heise das damalige Tabuthema in einem ausführlichen Statement an Klerus und Vatikan aufgebrochen. In den folgenden Jahrzehnten hatte sie ihre Forschungen für einen Sakramentenempfang nach ziviler Wiederverheiratung, gipfelnd in einer pastoralen Einzelfalllösung unter Anwendung der Epikie aufgrund Gewissensprüfung im „forum internum“, entgegen erheblicher Zweifel und Widerstände kontinuierlich fortgeführt und bisher 18 theologische und sozialwissenschaftliche Bücher veröffentlicht.
Nach Gründung ihres „Spirituell-theologischen Zentrums Katharina von Siena“, angesiedelt am Pastoralamt der Erzdiözese Wien, hat Irene Heise in ihrem Forschungsprojekt „Lehre und Mystik der Kirchenlehrerin Caterina von Siena als Transformationsprozess“ u.a. die entscheidenden theologischen Weichenstellungen für die Einzelfalllösung im Sakramentenempfang für Wiederverheiratete Geschiedene geschaffen.
Aufgrund wegweisenden Gutachtens seitens Kirchenrechtler Professor Bruno Primetshofer, Institut für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universität Wien, erfolgte bereits am 15.Mai 2007 die Auszeichnung Heises „für außerordentliche Verdienste um die Republik Österreich“ als Professorin durch Bundespräsident Heinz Fischer.
Schlagworte
Amoris LaetitiaBarmherzigkeit und EmpathieCanon LawCaterina von SienaCatherine of SienaDivorceEhescheidungEhe und FamilieKirchenrechtMarriage and FamilyMercy and EmpathyPapst FranziskusPapst Leo XIV.Pastorale PraxisPastoral PracticePope FrancisPope Leo XIV.ReligionRemarriageSacramentsSakramenteSin and GuiltSünde und SchuldTheologieTheologyWiederverheiratungBibliografische Daten
| Autorin | Irene Heise |
| Titel | Amoris Laetitia als Durchbruch in der Katholischen Kirche |
| Untertitel | Caterina von Siena und die Pionierarbeit für Wiederverheiratete Geschiedene |
| Seiten | 334 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-15020-2 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-15021-9 |
| Schriftenreihe | THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse |
| Band | 191 |
Über Irene Heise

Prof. Irene Heise ist eine profilierte Religionspädagogin, Erwachsenenbildnerin und Autorin. Als Gründerin und Leiterin des „Spirituell-theologischen Zentrums Katharina von Siena“ in der Erzdiözese Wien widmet sie sich der wissenschaftlichen Erforschung sowie der pastoralen Vermittlung theologischer Inhalte. Für ihre außerordentlichen Verdienste um die Republik Österreich wurde ihr im Jahr 2007 der Berufstitel „Professorin“ verliehen.
Ihr theologisches Wirken ist maßgeblich von einer über 35-jährigen Pionierarbeit geprägt, die insbesondere die Reform der Sakramentenfrage für wiederverheiratete Geschiedene zum Gegenstand hat. Mit der Begründung der „Empathischen Problemanalyse“ entwickelte sie ein methodisches Instrumentarium, das pastorale Herausforderungen narrativ aufbereitet und theologische Lösungskonzepte für den Einzelfall erarbeitet. Ihre Arbeiten, die in zahlreichen Publikationen vorliegen, fanden Eingang in den synodalen Prozess zu Amoris laetitia (2016).
Der persönliche Impuls für ihr Schaffen reicht bis in das Jahr 1989 zurück, als sie erstmals einen offiziellen Hilferuf an die Bischöfe richtete, um auf die seelsorgliche Notlage wiederverheirateter Geschiedener aufmerksam zu machen. Trotz anfänglicher Widerstände blieb sie ihrer Berufung treu, die komplexe Sakramentenfrage theologisch und sozialwissenschaftlich zu fundieren. Einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer Forschung markierte im Jahr 2006 die Begegnung mit der Mystik der Kirchenlehrerin Katharina von Siena. Heise erkannte, dass deren Theologie – basierend auf „Blut Christi“ und „Erbarmen“ – den Schlüssel zur Einzelfalllösung im forum internum darstellt. Im vorliegenden Werk führt sie diese langjährige Forschung zusammen und transformiert die Erkenntnisse der Kirchenlehrerin in den aktuellen pastoralen Transformationsprozess, der durch die bevorstehende Bischofsversammlung im Oktober 2026 eine erneute Aktualisierung erfährt.
Neben ihrer akademischen Tätigkeit nimmt die spirituelle Dimension des Tanzes einen zentralen Platz in ihrem Wirken ein. Gemeinsam mit ihrem Ehemann tritt sie als „Standard Stars“ auf und verbindet choreografische Kompetenz mit christlicher Tanzmeditation. Dieser interdisziplinäre Ansatz dient dem Ziel, die Erhabenheit des Glaubens sowie die Erfahrung von Harmonie und göttlicher Hingabe in einem zeitgenössischen Kontext erfahrbar zu machen.
Erwerbungsvorschläge
Sie können Ihrer Bibliothek auch einen Erwerbungsvorschlag für dieses Buch unterbreiten.
-Import
Mit der Browser-Erweiterung Zotero Connector können Sie die auf dieser Seite hinterlegten COinS-Metadaten direkt in Ihre Literaturverwaltung übernehmen.
Weitere Exportformate für Katalogisierung und Zitation
MARC 21
BibTeX
RIS (für EndNote, Zotero, Citavi …)
Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač
Informationen: Wir veröffentlichen Ihre wissenschaftliche Arbeit >>
