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Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Das Deutsche Reich und die Revolutionierung Britisch-Indiens während des Ersten Weltkriegs“ von Volker Schult

Volker Schult Das Deutsche Reich und die Revolutionierung Britisch-Indiens während des Ersten Weltkriegs

Hamburg 2026, 320 Seiten

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Zum Inhalt

Die Abfolge der Ereignisse in der asiatischen Region seit Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Europa sorgte bei den Briten für größte Besorgnis: Erst unterbrach der Kleine Kreuzer Emden quasi im Alleingang den Schiffsverkehr zwischen dem Südchinesischen Meer und dem Indischen Ozean, dann konnte eine Meuterei des 130th Baluchi Regiment im Januar 1915 in Rangun nur mit Mühe verhindert werden und schließlich rebellierte die 5th Light Infantry im Februar 1915 in Singapur, eine Woche vor einer geplanten größeren Revolte in Indien.

Mittlerweile dämmerte es den Briten, dass es sich bei diesen Ereignissen nicht um Zufälle gehandelt haben konnte. Wenn man nun auf britischer Seite jedoch glaubte, das Schlimmste hinter sich gelassen zu haben, dann irrte man sich. Auch nach der Niederschlagung der Meuterei in Singapur nahmen die Hiobsbotschaften für die Briten kein Ende. Im Zentrum stand jedoch nun Indien selbst, das Juwel in der Krone des Britischen Empire.

Die Idee zur Revolutionierung Britisch-Indiens mithilfe des Emirs von Afghanistan steht häufiger im Zentrum geschichtswissenschaftlicher Abhandlungen. Doch gibt es in diesem Zusammenhang noch eine weitere Komponente, die in den einschlägigen Werken eher seltener Berücksichtigung gefunden hat. Dabei setzte man in Berlin auf eine zweite Karte: Mit deutscher Unterstützung sollten indische Revolutionäre in die Lage versetzt werden, das Ende der britischen Herrschaft in Indien von Südostasien aus einzuleiten. Es handelte sich also um eine Art von Zangenoperation zur Unterminierung des britischen Raj.

Erst durch die Einbeziehung des südostasiatischen Schauplatzes wird deutlich, welche tatsächliche Gefahr für das Britische Empire bestand. Ein globales Netzwerk, das von Berlin über den Vorderen Orient, von Nordamerika über China nach Südostasien reichte, bedrohte Britisch-Indien sowie auch Französisch-Indochina und hätte bei einem Erfolg auf den Kriegsverlauf in Europa wohl einen sehr bedeutenden, eventuell sogar entscheidenden Einfluss gehabt.

Bibliografische Daten

Autor Volker Schult
Titel Das Deutsche Reich und die Revolutionierung Britisch-Indiens während des Ersten Weltkriegs
Seiten 320
Erscheinungsjahr 2026
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-15010-3
eISBN (eBook) 978-3-339-15011-0
Schriftenreihe Schriften zur Geschichtsforschung des 20. Jahrhunderts
Band 29

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