Zum Inhalt
Es wird die Geschichte einer Familie erzählt, deren Dreh- und Angelpunkt ein Kinderbett ist, das 1880 in einer Tischlerei in Osnabrück angefertigt und seitdem bis hinein ins 21. Jahrhundert für inzwischen einundzwanzig Kinder in aufeinander folgenden Generationen immer wieder in Gebrauch genommen wurde.
In ihren Lebensgeschichten spiegelt sich der Wandel der Gesellschaft wider, der, getragen vom technischen Fortschritt, von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung reicht. Mit der Erfindung der Eisenbahn, die die Industrialisierung ermöglicht und vorangetrieben hat, begann der bis heute anhaltende Wandel zu einer mobilen Gesellschaft. Im Zuge der Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden Lebensreformbewegung wurden auch die Geschlechterrollen neu justiert. Die Folgen der Kriege im 20. Jahrhundert prägten das Alltagsleben der Familien und Kinder.
Bibliografische Daten
| Autorin | Antje Flade |
| Titel | Das Kinderbett |
| Untertitel | Geschichte einer Familie |
| Seiten | 326 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Erscheinungsdatum | 10.06.2026 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-15006-6 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-15007-3 |
| Schriftenreihe | Lebenserinnerungen |
| Band | 77 |
Über Antje Flade

Antje Flade hat an der Universität Hamburg Psychologie studiert und an der Technischen Universität in Darmstadt promoviert. Sie war dann wissenschaftliche Assistentin im Psychologischen Institut der Universität Frankfurt.
Hier begann sie sich für die im angloamerikanischen Raum längst etablierte interdisziplinär ausgerichtete Environmental Psychology zu interessieren, die die Art und Weise, wie Menschen die Welt erleben und wie sie handeln, nicht vor allem auf Persönlichkeitseigenschaften, sondern auch auf Umwelteinflüsse zurückführt.
Sie wechselte an das hessische Forschungsinstitut Wohnen und Umwelt in Darmstadt, wo sie als Umweltpsychologin in interdisziplinären Forschungsprojekten die psychologische Perspektive einbrachte. Zugleich war sie als Lehrbeauftragte für Umweltpsychologie an verschiedenen Universitäten tätig. Jetzt, nach der Berufsphase, lebt sie wieder in Hamburg und verfasst Sachbücher über umweltpsychologische Themen, darunter über Wohn- und Architekturpsychologie und psychologische Ansätze zur Förderung nachhaltigen Verhaltens.
Die Idee zu einer Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg hängt mit dem Interesse der Autorin zusammen, das Erleben und Verhalten der Menschen im Kontext der bestehenden realen Lebensbedingungen zu beschreiben und zu erklären. So waren im 19. Jahrhunderts die Lebensumstände der Menschen völlig andere als die ihrer Nachkommen im 20. und 21. Jahrhundert.
Eine Konstante in der Familie, von der erzählt wird, ist das Kinderbett, das über mehrere Generationen immer wieder genutzt wurde. Das erste Kind, das darin geschlafen hat, wurde geboren, als die Industrialisierung auf vollen Touren lief; das bislang letzte Kind wächst in einer digitalisierten Welt auf. Die Buchidee ließ sich realisieren, weil aus vielen Quellen wie Briefen, Aufzeichnungen, Tagebüchern, Dokumenten und Fotos geschöpft werden konnte.
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