Coverabbildung: Fachbuch, „Praxisbuch der ressourcenorientierten psychosomatischen Reha-Nachsorge“ von Dieter Olbrich

Dieter Olbrich Praxisbuch der ressourcenorientierten psychosomatischen Reha-Nachsorge

Gruppe – Was sonst

Hamburg 2026, 170 Seiten

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[…] Es ist ein praxisnaher, erfahrungsfundierter, leicht und mit Spaß lesbarer Leitfaden für alle, die sich in der psychosomatischen Reha-Nachsorge engagieren oder engagieren wollen. Dieser „Begleiter“ motiviert und mobilisiert den […]

Prof. Claudia Böwering-Möllenkamp, Juni 2026

Zum Inhalt

Jährlich werden in Deutschland ca. 180.000 psychosomatische Rehabilitationsbehandlungen durchgeführt. Kostenträger ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV). Die berufliche Orientierung und der Erhalt der Erwerbsfähigkeit stehen im Fokus. Im Anschluss an die Rehabilitation haben Patienten*innen die Möglichkeit der psychosomatische Reha – Nachsorge, um ihre guten Vorsätze aus der Klinik auch im Alltag umzusetzen.

Psychosomatische Reha-Nachsorge gibt es seit über 20 Jahren, ihre Wirksamkeit ist belegt. Trotzdem wird sie leider zu wenig genutzt. Nachsorge findet überwiegend in Gruppen mit einem Kontingent von 25 Gruppensitzungen statt. Geleitet werden diese Gruppen von durch die DRV zugelassene Psychotherapeuten*innen. Allgemeine Ziele der Nachsorge beschreibt die DRV in ihrem Rahmenkonzept. Darauf abgestimmte Weiterbildungsangebote oder anschauliche Beispiele aus der Praxis von Nachsorge Gruppen gibt es kaum.

Diese Lücke schließt dieses Praxisbuch. Das ressourcenorientierte Selbstmanagement mit dem ZRM® (Zürcher Ressourcenmodell) wird als besonders geeignet für Reha-Nachsorgegruppen vorgestellt. Keine andere Nachsorgeform hat die Intensität und Dichte, wie die ressourcenorientierte Gruppentherapie. Die zahlreichen Geschichten von Patienten*innen im Verlauf der verschiedenen Phasen des Gruppenprozesses verdeutlichen das. Die lebendig erzählten Fallvignetten zeigen eindrucksvoll, welches Potential zur Veränderung und persönlichen Entwicklung ressourcenorientierte Reha – Nachsorgegruppen haben.

Da die Teilnahme an einer kontinuierlichen Gruppe nicht immer möglich ist, bietet das Praxisbuch auch ein mögliches „Sonst“ an: Die digitale psychosomatische Nachsorge mit der DE-RENA App. Ressourcenaktivierung ist auch hier möglich, aber: Gruppentherapie ist der Goldstandard der Reha-Nachsorge.

Das Buch wendet sich sowohl an Nachsorgetherapeut*innen als auch an Psychotherapeuten*innen mit Interesse an ressourcenorientiertem Arbeiten. Patienten*innen in der psychosomatischen Rehabilitation als auch Interessierte an Gruppentherapie werden dieses Praxisbuch ebenfalls mit Gewinn für sich nutzen können.

Bibliografische Daten

Autor Dieter Olbrich
Titel Praxisbuch der ressourcenorientierten psychosomatischen Reha-Nachsorge
Untertitel Gruppe – Was sonst
Seiten 170
Erscheinungsjahr 2026
Erscheinungsdatum 23.04.2026
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-14942-8
eISBN (eBook) 978-3-339-14943-5
Schriftenreihe Schriften zur medizinischen Psychologie
Band 43

Stimmen zum Buch

[…] Es ist ein praxisnaher, erfahrungsfundierter, leicht und mit Spaß lesbarer Leitfaden für alle, die sich in der psychosomatischen Reha-Nachsorge engagieren oder engagieren wollen. Dieser „Begleiter“ motiviert und mobilisiert den Leser, sich auch immer wieder mit den eigenen „Ressourcen“ zu beschäftigen. Insofern ist das Praxisbuch auch bestens geeignet für Patient*innen in der psychosomatischen Rehabilitation, in der Psychotherapie – oder auch einfach für an Ressourcenorientierung interessierte Leser*innen.

Prof. Claudia Böwering-Möllenkamp, Juni 2026

[…] Fazit: Auf gut lesbaren und kurzweiligen 170 Seiten ist es dem Autor gelungen, ein Praxisbuch vorzulegen, das Patientinnen und in der Reha-Nachsorge professionell Tätige gleicher maßen ansprechen kann. Mit den zahlreichen Fallbespielen erweckt er die Arbeit mit dem ZRM in seinen Gruppen zum Leben. Davon können therapeutischen Anfängerinnen und erfahrene Praktikerinnen in der Reha-Nachsorge gleicher Maßen profitieren. Zum einem sind in den Fallbeispielen das methodische Vorgehen und die relevanten Rahmenbedingungen anschaulich beschrieben, so dass Gruppenpsychotherapeutinnen auch ohne Weiterbildung im ZRM auf Basis der Darstellungen einzelne Übungen und Vorgehensweisen für die eigene Arbeit aufgreifen können. Zum anderen lässt der Autor die Leserinnen mit Tipps, Berichten über eigene Fehlschläge und Lernprozesse von seiner weitreichenden Kenntnis des Nachsorgesystems der DRV profitieren.

Dr. Gabriele Krause, Juli 2026

„Gruppe – was Sonst“ –

PatientInnen würden ein Fragezeichen hinzufügen, denn – was geht schon über Einzeltherapie?

Nur – das Leben findet in Gruppen statt und das – von Beginn an!

Mit einem Einblick in seine eigene persönliche Geschichte als Kind in einem mittelhessischen Dorf aufwachsend, später als Medizinstudent in Gießen und Heidelberg, beschreibt der Autor Erfahrungen, die ihn als tiefenpsychologischen Psychotherapeuten prägten – in all seinen beruflichen Stationen. Dem Autor gelingt eine so dichte, emotionale Atmosphäre und Ansprache des Lesers, dass der Leser mit Leichtigkeit in jedes weitere Kapitel mitgenommen wird, zumal er sich an der ein oder anderen Stelle, persönlich wiederfinden könnte.

Das Buch beginnt mit einer Reise in die Geschichte der Entwicklung psychotherapeutischer Behandlungs- und Interventionsverfahren in der psychosomatischen Rehabilitation, in der auch deren Wegbereiter (teils Wegbegleiter des Autors) mit ihren Beiträgen gewürdigt werden. Es erläutert sodann sehr eindrücklich den Bruch, den die ab Mitte der neunziger Jahre schwieriger werdenden, teils widersinnigen politischen Rahmenbedingungen für die psychosomatische Rehabilitation bedeutet haben, und der notwendigen Suche nach neuen Konzepten, Behandlungs- und Interventionsansätzen, die Rehabilitation in den Alltag zu bringen. Das mündete schließlich in die Entwicklung der „ressourcenorientierten psychosomatischen Nachsorge.“

Was der Autor als Leiter eines Rehazentrums zunächst für sich selbst entdeckte (Kapitel 3.1 „Der erschöpfte Ärztliche Direktor braucht ein Mottoziel“), namentlich das „Zürcher Ressourcenmodell“ (ZRM®), wurde sodann zur Grundlage seiner Reha-Nachsorge Gruppen. Der Autor, der eben auch Facharzt für Neurologie ist, bietet mit dem ZRM® ein neurobiologisch fundiertes, wissenschaftlich aufbereitetes Verfahren in seinen Reha - Nachsorgegruppen an und erklärt es nahezu laienverständlich in seinen Abläufen und seiner Anwendung. Die vielen prägnanten Fallvignetten lassen das Theoretische lebendig werden. Auch, wenn sich das Buch vorrangig an Fachpersonen wendet, sind die Erläuterungen sowohl für Patient*innen wie für Behandler*innen gleichermaßen interessant und wecken Vertrauen in die Wirksamkeit der Methode.

Ebenso gleichsam an Patienten und Therapeuten adressiert finden sich "Ermutigungen" zum „Erwartungsmanagement“ der Patienten an Therapie und Nachsorge als auch der Therapeuten an die Patienten und an die Gruppe. Besteht ein zwar verbal bekundeter Veränderungsauftrag des Patienten oder ist es doch ein eigentlich formaler Versorgungsauftrag, und: ist die Nachsorgegruppe dann nur die „Durchgangsstation“ in einer länger dauernden sozialmedizinischen Geschichte?

Wie bei einer solchen Konstellation bestehender Therapieambivalenz eine Klärung mit entwaffnenden, gleichzeitig respekt- und humorvollen Interventionen herbeigeführt werden kann, zeigen erneut einige anschauliche Fallgeschichten. Psychotherapeutische Interventionen können dabei so verblüffend sein, dass nach dem ersten Überraschungsmoment aus Ambivalenz „Auftrag“ wird (Fallbeispiel „Petra“) oder eben doch „Rückzug“ (Fallbeispiel „Klaus“).

Das Buch ermöglicht einen 360 Grad Blick über die Geschichte der psychosomatischen Reha - Nachsorge und ihre Wegbereiter sowie über die politischen Weichenstellungen im Bereich der psychosomatischen Rehabilitation ab Mitte der neunziger Jahre, und hat - aufgrund der eben bis heute anhaltende Nachwirkungen dieser Weichenstellungen - seinen Wert auch darin, historisches Wissen vermitteln zu können, für die, die heute mit den Auswirkungen konfrontiert sind.

Es ist ein praxisnaher, erfahrungsfundierter, leicht und mit Spaß lesbarer Leitfaden für alle, die sich in der psychosomatischen Reha-Nachsorge engagieren oder engagieren wollen. Dieser „Begleiter“ motiviert und mobilisiert den Leser, sich auch immer wieder mit den eigenen „Ressourcen“ zu beschäftigen. Insofern ist das Praxisbuch auch bestens geeignet für Patient*innen in der psychosomatischen Rehabilitation, in der Psychotherapie – oder auch einfach für an Ressourcenorientierung interessierte Leser*innen.

Düsseldorf, Juni 2026

Prof. Claudia Böwering- Möllenkamp

Honorarprofessorin der Universität Duisburg-Essen und Lehrbeauftragte am Institut für Sozialpolitik und Soziale Arbeit – Fach Sozialmedizin,

1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung (DGNB).

Über Dieter Olbrich

Dr. med. Dieter Olbrich ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Neurologie und Psychiatrie. Er hat Zusatzbezeichnungen in Rehabilitationswesen und Sozialmedizin.

Beruflicher Hintergrund und klinischer Werdegang

Nach seinem Studium der Humanmedizin in Gießen und Heidelberg begann er seine Facharztweiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie in der Hardtwald Klinik Bad Zwesten. Besonders faszinierte ihn die Gruppentherapie mit ihren therapeutischen Möglichkeiten und den persönlichen Geschichten seiner Patient*innen.

  • Ab 1991: Chefarzt der Roland-Klinik in Bad Meinberg, einer Rehabilitationsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
  • 2001 – 2019: Ärztlicher Direktor des Rehabilitationszentrums Bad Salzuflen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV-Bund).

Fokus auf Rehabilitation und Nachsorge

In seinen Tätigkeiten hat er die psychosomatische Reha-Nachsorge von Beginn an begleitet und die Umsetzung in die Praxis gefördert. Fasziniert war er von den Effekten der Gruppentherapie auch in diesem Kontext – und der Begleitung seiner Patient*innen in der Umsetzungspraxis nach der meist wohnortfernen Rehabilitation.

Ein weiterer Impuls war der Einsatz des ressourcenorientierten Selbstmanagements mit dem ZRM® (Zürcher Ressourcen Modell) in verschiedenen Kontexten. Als zertifizierter ZRM® Trainer hatte er diesen Ansatz schon in der stationären Rehabilitation eingesetzt und weiterentwickelt.

Nachklinische Tätigkeit und die Idee zum Buch

Nach seiner klinischen Tätigkeit hat er ab 2019 schwerpunktmäßig psychosomatische Reha-Nachsorgegruppen in eigener Praxis durchgeführt. Dabei entstand die Idee für dieses Buch: seine langjährigen Erfahrungen mit Gruppen, mit psychosomatischer Rehabilitation und ihrer Geschichte, als Aus- und Weiterbilder für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie weiterzugeben und anderen Behandlern, aber auch Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Präventionsprogramme und Publikationen

Das Präventionsprogramm „Gesundheitsförderung und Selbstregulation durch individuelle Zielanalyse - GUSI®“hatte er 2009 für die Prävention entwickelt, zunächst für die DRV, dann auch in modifizierter Form in der GUSI® Akademie angepasst an unterschiedliche Bedarfe:

  • Trainings in Unternehmen
  • Gesundheitsförderung von Ärzten
  • Burn-out-Prophylaxe von Lehrer*innen

Dazu veröffentlichte er bereits zahlreiche Publikationen. Mit diesem Buch komplettiert er nun die Anwendungspraxis des ressourcenorientierten Arbeitens: Gerade die persönlichen Entwicklungsgeschichten zeigen eindrucksvoll und spannend, welches Potential ressourcenorientierte Gruppen in Prävention, stationärer Rehabilitation und eben auch in der psychosomatischen Reha-Nachsorge haben.

Link des Autors

gusi-akademie.de

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