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Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Die Entwicklung der Mittelschule im Freistaat Sachsen“ von Christoph Edgar Arnold

Christoph Edgar Arnold Die Entwicklung der Mittelschule im Freistaat Sachsen

Studien zur Ausgestaltung von typischen Bildungsgängen hinsichtlich der Differenzierung und Profilierung in der Zeit von 1991 bis 2001

Hamburg 2026, 504 Seiten

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Die Mittelschule wurde 1991 in Sachsen als neue differenzierte Schulart eingeführt und sollte schnell ein zentrales Element des sächsischen Bildungssystems sein. Sie entstand im Zuge der Neuorganisation des Bildungswesens der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Mittelschule ist ein Zusammenschluss von Hauptschule und Realschule und vermittelt eine allgemeine und berufsorientierende Bildung.

Die Einführung der Mittelschule war umstritten und stand unter einem starken Legitimationsdruck, da sowohl Vertreter des Gesamtschulsystems als auch Anhänger des dreigliedrigen Schulsystems die Zukunftsfähigkeit dieser Schulart in Frage stellten.

In der ostdeutschen Bevölkerung wollte damals niemand eine Hauptschule und im neuen schnell konstruierten zweigliedrigen Schulsystem wurde die Mittelschule neben dem akzeptierten Gymnasium oft als „Restschule“ bezeichnet. Ähnliches erlebten die neuen Schularten „Regelschule“ und „Sekundarschule“ in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Der Weg zum gewünschten „Kernstück“ der sächsischen Schullandschaft war steinig. Mit der Differenzierung (kleiner Hauptschulbildungsgang) und den berufsorientierenden Profilen (Wirtschaft, Technik, Sozial-Hauswirtschaft, Fremdsprache, ...) und vor allem dem gut ausgebauten Informatikunterricht konnte die Mittelschule aus dem Schatten heraustreten. Den Namen „Mittelschulabschluss“ verwehrte die KMK dennoch und so bietet sie weiterhin, auch nach der Umbenennung der „Mittelschule“ in „Oberschule“ (2013), den Hauptschul- und Realschulabschluss an. Die Entwicklung dieser jungen Schulart war in der Nachwendezeit ereignisreich und strukturelle Fehler wurden mutig behoben sowie erkannte Stärken mit Weitblick ausgebaut. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte setzten sich mit der Neuorganisation von Schule nach der Wende auseinander und gestalteten oft mit eigenen Ideen einen neuen Ort – ihre Mittelschule.

Zeitzeugen aus Regierung, Schulaufsicht und Schulebene kommen hier in Interviews zu Wort, die den Geist des Transformationsprozesses der Nachwendezeit in Sachsen lebendig werden lassen.

Bibliografische Daten

Autor Christoph Edgar Arnold
Titel Die Entwicklung der Mittelschule im Freistaat Sachsen
Untertitel Studien zur Ausgestaltung von typischen Bildungsgängen hinsichtlich der Differenzierung und Profilierung in der Zeit von 1991 bis 2001
Seiten 504
Erscheinungsjahr 2026
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-14814-8
eISBN (eBook) 978-3-339-14815-5
Schriftenreihe Studien zur Schulpädagogik
Band 98

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