Wolfgang Schild Dimensionen der christlichen Hexerei
Acht Beiträge
Hamburg 2026, 428 Seiten
Zum Inhalt
Die teils wiederveröffentlichten, teils neu geschriebenen Beiträge erörtern Themen der unterschiedlichen Dimensionen des christlichen Hexereiphänomens.
Die ersten beiden betreffen die theoretischen Bemühungen in der Theologie, die Hexenleute als Teufelsverbündete zu begreifen. Es werden die ersten wichtigen Hexenschriften des 15. Jahrhunderts und die Auffassung von Friedrich Spee SJ vorgestellt. Es folgen zwei Beiträge zum Hexensabbat, wobei auch die künstlerische Dimension einbezogen wird. Eine andere Dimension betrifft die rechtlichen Aktionen der maßgebenden Institutionen, hier zunächst in einem Überblick über die strafrechtlichen Vorschriften, sodann als ein Beitrag zur Frage der Strafbarkeit von Kindern für Hexereiverbrechen. Eine wieder andere Dimension betrifft das alltägliche Leben mit als Hexenleuten angesehenen Mitmenschen, wobei der vom Christentum nicht völlig verdrängte frühere Glaube an Gottheiten, Geister, Gespenster und Dämonen weiter praktiziert wurde. Dabei geht der siebte Beitrag den Texten nach, in denen manche moderne Historiker Aussagen über eine altgermanische Göttin Holda sehen wollen.
In einem Exkurs wird die Bedeutung der Holda (im Verhältnis zu Venus und Maria) in Wagners „Tannhäuser“ untersucht. Den Abschluss bildet ein Beitrag zu Rechtsverfahren wegen Hexerei nach dem Ende der Verfolgungen.
Die Beiträge
- Die frühen Hexenschriften
- Hexereibegriff und Hexereiverbrechen bei Friedrich Spee
- Das Mahl der Hexenleute
-
Künstlerischer Hexensabbat
- Erster Teil: Hexensabbat als musikalisches Motiv
- Zweiter Teil: Hexensabbat als bildliches Motiv
- Strafrechtsgeschichte und Hexerei
- Zurechnungsfähigkeit der Kinder(hexen)
- Holda zwischen und jenseits von Göttin und Hexengestalt.
Eine christliche Geschichte - Hexereiprozesse nach dem Ende der Verfolgung
Bibliografische Daten
| Autor | Wolfgang Schild |
| Titel | Dimensionen der christlichen Hexerei |
| Untertitel | Acht Beiträge |
| Seiten | 428 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Erscheinungsdatum | 17.04.2026 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-14810-0 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-14811-7 |
| Schriftenreihe | Schriften zur Kulturgeschichte |
| Band | 67 |
Über Wolfgang Schild
Wolfgang Schild studierte Rechtswissenschaften in Wien und wurde dort 1968 promoviert. Nach seiner Habilitation an der Universität München im Jahr 1977 übernahm er eine Professur an der Universität Bielefeld. Dort vertrat er über viele Jahre die Fächer Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie. Auch nach seiner Emeritierung bleibt er wissenschaftlich aktiv.
Seine Arbeiten verbinden juristische Dogmatik mit rechtshistorischen und rechtsphilosophischen Perspektiven. Neben Beiträgen zu zentralen Fragen des Strafrechts veröffentlichte er zahlreiche Studien zur Geschichte der Strafjustiz. Ein besonderes Forschungsinteresse gilt der europäischen Hexenverfolgung und ihrer Bildtradition; auf diesem Gebiet gilt er als ausgewiesener Kenner. Er ist Mitglied des Arbeitskreises für Interdisziplinäre Hexenforschung und Mitherausgeber der Buchreihe Hexenforschung.
Breitere Bekanntheit erlangte er mit seiner Darstellung der historischen Strafgerichtsbarkeit, die in mehreren Auflagen erschienen ist. Darüber hinaus wirkte er als wissenschaftlicher Berater an der Konzeption der Dauerausstellung des Mittelalterlichen Kriminalmuseums in Rothenburg ob der Tauber mit.
Seine rechtsphilosophischen Arbeiten sind stark von der idealistischen Tradition, insbesondere von Hegels Denken, geprägt. Neben juristischen Themen hat er sich auch mit kultur- und ideengeschichtlichen Fragen befasst, unter anderem mit dem Staats- und Rechtsdenken Richard Wagners.
Weitere Bücher des Autors
Dimensionen der Schuldunfähigkeit
Eine alternative Kommentierung der §§20, 21 StGB aus 1990
Hamburg 2009
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