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Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Zur marxistischen Beurteilung religiöser Kunst“ von Edwin Stößinger

Zur marxistischen Beurteilung religiöser Kunst

Vom Jungpaläolithikum bis zum Ausklang des 20. Jahrhunderts

Hamburg , 666 Seiten

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Marxistische Kunstwissenschaftler hielten trotz ihrer atheistischen Einstellung religiöse Kunst keineswegs für wertlos. Sie würdigten durchaus etliche religiöse Kunstwerke bei aller Schärfe ihrer Religionskritik. Im Gegensatz zu Vertretern der Proletkult-Bewegung setzten sie sich sehr detailliert mit religiösen Kunstwerken auseinander.

In dieser Monographie werden ausgewählte Urteile über Werke aus drei Arten der bildenden Kunst präsentiert: Architektur, Malerei und Bildhauerei. Im eingegrenzten Themenbereich geht es somit um Sakralarchitektur sowie religiöse Malerei und Plastik.

Im ersten Teil werden Begriffe, Kriterien, theoretische Positionen und spezielle Kunstströmungen und -auffassungen geklärt. Im zweiten Teil werden im Durchgang durch die Kunstgeschichte nicht nur Werke aus allen Weltreligionen besprochen. Das untersuchte Spektrum reicht weit darüber hinaus. Einbezogen in ein sehr weit gefasstes Religionsverständnis sind auch Kunstwerke mit Bezügen auf Magie, alte Kulte und diverse Mythologien. Die Analyse beginnt bei Höhlenmalereien und klingt mit Urteilen über religiöse Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert aus.

Der Ansatz marxistischer Kunsthistoriker und -kritiker war oft universalhistorisch und enzyklopädisch angelegt. Daraus ergab sich ein voluminöses kunstgeschichtliches Schrifttum, das so wohl kaum mehr fortgesetzt wird. Ein Hauptinteresse marxistischer Kunstwissenschaftler lag im Suchen nach dem Erbe humanistischer Traditionen in religiöser Kunst. Ihr Ausgangspunkt lag im sozialistischen Realismus. Problematisiert wird auf diesem Hintergrund auch die Frage nach der Objektivität bei ihren Urteilen über religiöse Kunst. Mögliche propagandistische Absichten in religiösen Kunstwerken und auch in Urteilen marxistischer Autoren sind ebenfalls Thema der vorliegenden Untersuchung.

In gewisser Hinsicht ist das vorliegende Buch eine größtenteils abgeschlossene Geschichte religiöser Kunst, sofern sie eingebettet war in einen marxistischen Beurteilungsrahmen. In der vorliegenden Analyse wird auch gezeigt, dass die Aufarbeitung marxistischer Kunstgeschichte noch nicht erledigt ist.

Die Lektüre dieses Buches eröffnet im Blick auf bekannte Kunstwerke gegebenenfalls neue Perspektiven für Kunstwissenschaftler, Kunst- und Religionspädagogen, Theologen und interessierte Laien. Auch Entdeckungen bisher noch nicht bekannter Werke aus dem Bereich religiöser Kunst sind möglich.

Bibliografische Daten

Autor Edwin Stößinger
Titel Zur marxistischen Beurteilung religiöser Kunst
Untertitel Vom Jungpaläolithikum bis zum Ausklang des 20. Jahrhunderts
Seiten 666
Erscheinungsjahr 2026
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-14748-6
eISBN (eBook) 978-3-339-14749-3
Schriftenreihe Schriften zur Kunstgeschichte
Band 83

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