Rüdiger Jung Textualität und Performativität dramatischer Formen im Kontext Schule
Ein Beitrag zur Grundlegung der Dramendidaktik
Hamburg 2025, 340 Seiten
Zum Inhalt
Mit dieser Abhandlung wird ein Weg zum Umgang mit dramatischen Formen im schulischen Unterricht der Oberstufen aufgezeigt, der über bereits vorhandene Konzepte hinausführt: Textualität und Performativität dramatischer Formen erfahren in einem projektorientierten Unterricht der Fächer Deutsch und Darstellendes Spiel/Theater eine gleichwertige Behandlung, indem die Lektüre und deren konkrete Inszenierung in einem integrativen Prozess im Unterricht realisiert werden.
In einem definitorischen Kapitel widmet sich der Verfasser zunächst wichtigen dramentheoretischen Stationen und Denkmodellen von der Antike bis in die Gegenwart, bevor in einer detaillierten Darstellung unter der Berücksichtigung historischer und politischer Einflussfaktoren Positionen und Entwicklungsströme der Dramendidaktik sowie des Schul- und Jugendtheaters referiert und einer kritischen Gegenüberstellung unterzogen werden. Aus deren Schnittmengen erschließt sich die Erkenntnis, dass mit einer (temporären) integrativen Kooperation der Schulfächer Deutsch und Darstellendes Spiel/Theater die Möglichkeit einer ausgewogenen Behandlung von Textualität und Performativität in der Unterrichtspraxis gegeben ist.
Mit der Untersuchung der Lehrpläne beider Fächer überprüft der Verfasser die pädagogischen, fachlichen und schuljuristischen Prämissen für die Umsetzung seines Konzepts und veranschaulicht am Beispiel des von einigen Bundesländern zur Pflichtlektüre erhobenen „Faust I“ von Goethe, wie seine dramendidaktische Modellvorstellung in der Praxis umgesetzt werden kann, ohne dass die anzustrebenden abiturrelevanten Kompetenzen vernachlässigt werden.
Sein Schlussresümee mündet in das Desiderat, diese in die Lehrpläne einzupflegen, um Sachkompetenz, soziale Kompetenz und ästhetische Kompetenz in großer Breitenwirkung für die Lernenden erfahrbar zu machen.
Bibliografische Daten
| Autor | Rüdiger Jung |
| Titel | Textualität und Performativität dramatischer Formen im Kontext Schule |
| Untertitel | Ein Beitrag zur Grundlegung der Dramendidaktik |
| Seiten | 340 |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Erscheinungsdatum | 05.12.2025 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-14680-9 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-14681-6 |
| Schriftenreihe | Didaktik in Forschung und Praxis |
| Band | 124 |
Über Rüdiger Jung
Rüdiger Jung studierte Germanistik und Geschichte für das Lehramt an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und erwarb die Fakultas für Deutsch als Zweitsprache/Fremdsprache an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seine Interessensschwerpunkte galten vor allem der Sprach- und Literaturdidaktik sowie dem Schultheater.
Schon in den ersten Jahren seiner Lehrtätigkeit setzte er sich intensiv mit dem Bildungspotenzial der Kunstform Theater auseinander und erweiterte seine Kenntnisse in zahlreichen Lehrgängen und Fortbildungen, denen sich die Ausbildung zum Theaterpädagogen anschloss.
Während seiner langjährigen Lehrtätigkeit in den Schulstufen vom Primar- bis in den Sek. II-Bereich sowie in den unterschiedlichsten Schulformen im In- und Ausland konkretisierte sich die Überlegung, die Fächer Deutsch und Darstellendes Spiel/Theater in einem integrativen Modell für den Regelunterricht zu nutzen und die dominant textuelle Unterrichtspraxis im Dramenunterricht zu entlasten. 2025 wurde Rüdiger Jung an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main promoviert.
Erwerbungsvorschläge
Sie können Ihrer Bibliothek auch einen Erwerbungsvorschlag für dieses Buch unterbreiten.
-Import
Mit der Browser-Erweiterung Zotero Connector können Sie die auf dieser Seite hinterlegten COinS-Metadaten direkt in Ihre Literaturverwaltung übernehmen.
Weitere Exportformate für Katalogisierung und Zitation
MARC 21
BibTeX
RIS (für EndNote, Zotero, Citavi …)
Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač
Informationen: Wir veröffentlichen Ihre Dissertation >>
