Buchtipp
Coverabbildung: Dissertation, „Arbeitsschutzrecht und Mediation“ von Karina Surrey

Arbeitsschutzrecht und Mediation

Gesundheitliche Prävention bei psychischen Arbeitsrisiken durch gestörte soziale Beziehungen – am Beispiel der Mediation

Hamburg , 420 Seiten

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[…] Surreys Buch ist eine bedeutsame und umfassende Untersuchung zur Integration der Mediation in das Arbeitsschutzrecht. Sie zeigt kundig auf, dass psychische Belastungen durch soziale Konflikte eine ernste Bedrohung für die Gesundheit von Beschäftigten darstellen und dass […]
Andreas Raffeiner in: Das Recht der Arbeit, DRdA-infas 6/2025

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Das Thema mentale Gesundheit spielt in der täglichen betrieblichen Praxis eine immer größere Rolle im Hinblick auf das gesamte volkswirtschaftliche Kostensystem. Im Gegensatz zu Gefahrstoffen existieren für Gesundheitsrisiken durch z. B. schlechtes Führungsverhalten, keine Grenzwerte oder messbaren Dosen.

Wenngleich der Tatbestand der Gesundheitsgefährdung zweifelsfrei festgestellt wird, gestaltet sich die Prävention anspruchsvoll. Der Austausch des Chefs / der Chefin, begrenzte Begegnungen oder das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung bei Kontakt sind ersichtlich wenig geeignete Maßnahmen zur Abhilfe. Eine fehlende Intervention kann jedoch zu Gesundheitsstörungen, Krankheiten und deren Chronifizierung, Arbeitsunfähigkeit sowie im schlimmsten Fall zu einer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit führen.

Die vorliegende Untersuchung befasst sich interdisziplinär mit dem Thema der Prävention bei psychischen Belastungen durch soziale Beziehungen am Arbeitsplatz und stellt u. a. die Frage, inwiefern das Instrument der Mediation im Kontext des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes präventiv zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz beitragen kann. Im Rahmen der Diskussion werden konkrete legislative Vorschläge zur Implementierung von Konfliktlösungsinstrumenten wie die Mediation in das Arbeitsschutzgesetz aufgezeigt und diskutiert. Die vorgeschlagenen Detailregelungen wurden einer Prüfung auf ihre Verfassungsmäßigkeit unterzogen.

Das Ziel der Untersuchung ist es, eine interdisziplinäre Diskussion anzuregen, welche die Aspekte Kranken- und Gesundheitsstand, Mobbing, gestörte Kommunikation, Konflikte, menschliche Bedürfnisse und subjektive Wahrnehmungen, mentale Gesundheit, Stressbewältigung am Arbeitsplatz, Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und Eigenfürsorge der Beschäftigten, Arbeitsschutzrecht und Mediation in ihrer Gesamtheit betrachtet und Perspektiven für weitere visionäre und realistische Schritte aufzeigt.

Bibliografische Daten

Autorin Karina Surrey
Titel Arbeitsschutzrecht und Mediation
Untertitel Gesundheitliche Prävention bei psychischen Arbeitsrisiken durch gestörte soziale Beziehungen – am Beispiel der Mediation
Seiten 420
Erscheinungsjahr 2024
Erscheinungsdatum 15.10.2024
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-14076-0
eISBN (eBook) 978-3-339-14077-7
Schriftenreihe Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse
Band 287

Rezensionen

[…] Surreys Buch ist eine bedeutsame und umfassende Untersuchung zur Integration der Mediation in das Arbeitsschutzrecht. Sie zeigt kundig auf, dass psychische Belastungen durch soziale Konflikte eine ernste Bedrohung für die Gesundheit von Beschäftigten darstellen und dass bestehende rechtliche Werkzeuge nicht immer genügen. Durch ihren interdisziplinären Ansatz bietet sie innovative Lösungsansätze, die sowohl für Jurist:innen als auch für Mediator:innen und Arbeitsschutzexpert:innen von Interesse sind. Die Maßnahmen könnten dazu beitragen, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz langfristig zu verbessern. Insgesamt ist das Buch ein wertvoller Beitrag zur Debatte über psychische Gesundheit und Rechtsschutz in der Arbeitswelt. Es ist empfehlenswert für Fachkräfte, die sich mit Arbeitsschutz, Mediation oder betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen beschäftigen.
Andreas Raffeiner in: Das Recht der Arbeit, DRdA-infas 6/2025
[…] Mit dem klaren Ziel, die Mediation für das Arbeitsschutzrecht fruchtbar zu machen, zeichnet [Vf.in] sowohl den europäischen als auch den nationalen Rahmen der Entwicklungen in Rechtspolitik und Rechtsgrundlagen nach. In ihrer sorgfältigen Analyse hebt die Autorin das Arbeitsschutzgesetz und insbesondere die psychische Gefährdungsbeurteilung hervor. Hier scheut sie sich nicht, Widrigkeiten klar herzuleiten und einzuordnen, wie etwa die Betrachtung der Führungskraft, die einerseits die Beurteilung durchführt, andererseits aber häufig selbst Akteur der gestörten sozialen Beziehung ist. Ebenso klar benennt sie anhand der bislang bestehenden rechtlichen Regelungen ein Vollzugsdefizit mit Blick auf die möglichst frühzeitige und effiziente Kontliktprävention.
[…] erweist es sich als ebenso reizvoll wie lesenswert, der Autorin in der Herleitung verschiedener Lösungsansätze zu folgen, wo genau das bestehende Arbeitsschutzgesetz ergänzt werden sollte. […]
[…] Abseits von durchaus einleuchtenden Anregungen zur Stärkung des Präventionsgedankens bietet die Dissertation eine vielschichtige Erarbeitung der wesentlichen (Rechts- )Grundlagen für die Bearbeitung psychosozialer Konflikte am Arbeitsplatz aus dem Blickwinkel des Arbeitsschutzrechts.
Antje Burmester in: Zeitschrift für Konfliktmanagement, ZKM 2/2025

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