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Deutsche Landeskunde an rumänischen Hochschulen

LEHRE & FORSCHUNG – Hochschule im Fokus.
Interdisziplinäre Schriftenreihe zu Hochschulbildung, Hochschulleben, Hochschulmanagement und Hochschulpolitik
, Band 38

Hamburg , 328 Seiten

ISBN 978-3-339-13876-7 (Print) |ISBN 978-3-339-13877-4 (eBook)

Zum Inhalt

Landeskunde gehört zu den meistdiskutierten Teilbereichen des Fremdsprachenerwerbs. Von ihren Anfängen in Form einer Art von Realienkunde, über die heute verpönte Kulturkunde zu Zeiten des deutschen Nationalsozialismus über den kognitiven, kommunikativen und den interkulturellen Ansatz bis hin zu den derzeitig im Fokus stehenden Kulturstudien wird über die Terminologie, mögliche Inhalte oder Bezugswissenschaften sowie über die richtige Vorgehensweise bei ihrer Vermittlung diskutiert.

Dabei unterscheiden sich die Lernkontexte je nach Land, Lernort, Lerntraditionen, den sprachlichen Vorkenntnissen sowie nach den jeweiligen Lernzielen, die durch institutionelle Curricula, Standards an Mindestkenntnissen etc. festgelegt sind. Die Begründungen dafür, warum die Beschäftigung mit einer – wie auch immer bezeichneten – Landeskunde so polarisiert, hat wohl einerseits mit ihrer thematischen Vielseitigkeit zu tun. Auch für den speziellen Fall der im Zentrum stehenden Diskussion um Landeskunde in der rumänischen Hochschullehre ist dies von Bedeutung, weil das, was man unter Landeskunde versteht, sowohl vom Studienfach abhängt als auch von der jeweiligen Schwerpunktsetzung innerhalb des Fachbereichs.

Im Rahmen der Dissertation wurde versucht aufzuarbeiten, wie das Fach Landeskunde bzw. Cultură și civilizație, das an vielen rumänischen Hochschulen in den Studienordnungen deutschsprachiger Studiengänge als Pflicht-, Wahlpflicht- oder fakultative Lehrveranstaltung angeboten wird, sich nach der Wende entwickelt hat, sowohl im theoretischen Bereich (anhand von deutschsprachigen wissenschaftlichen Beiträgen) als auch in der Praxis. Hierfür wurden Lehrveranstaltungsbeschreibungen verschiedener Universitäten und in Rumänien erschienene Lehrmaterialien analysiert und miteinander verglichen. Des Weiteren wurde eine rumänienweite zweigliedrige Umfrage an Lehrende und Studierende erstellt, deren Auswertung ebenfalls zu einem aktuellen Bild des Landeskundeunterrichts beiträgt und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Faches ermöglichen.

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