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Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Der Große Nordische Krieg 1700–1721“ von Michael Lausberg

Michael Lausberg Der Große Nordische Krieg 1700–1721

Hamburg 2023, 116 Seiten

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Seit Jahrhunderten ist die Ostsee das pulsierende Herz Nordeuropas, Nahrungsquelle, Urlaubsregion, Ort des Austausches von Waren und Ideen, Reichtümern, Schauplatz von Staaten und Krieg und Frieden. Skandinavier, Balten, Polen, Russen und Deutsche machten und machen die Ostsee zu einem transnationalen Begegnungsraum.

Der Große Nordische Krieg war für die weitere politische und geostrategische Weichenstellung für das 18. Jahrhunderts im europäischen Kontext von enormer Bedeutung. Er war ein in Teilen Nord-, Mittel- und Osteuropa in den Jahren 1700 bis 1721 geführter Krieg um die strategisch und wirtschaftlich bedeutsame Vorherrschaft im Ostseeraum.

Eine Dreierallianz, bestehend aus dem Russischen Zarenreich und den beiden Personalunionen Sachsen-Polen und Dänemark-Norwegen, griff im März 1700 das Schwedische an, das von dem jungen König Karl XII regiert wurde. Trotz der ungünstigen Ausgangslage blieb der schwedische König zunächst siegreich und erreichte, dass Dänemark-Norwegen (1700) und Sachsen-Polen (1706) aus dem Krieg ausschieden. Als er sich ab 1708 anschickte, Russland in einem letzten Feldzug zu besiegen, erlitten die Schweden in der Schlacht bei Poltawa im Juli 1709 eine verheerende Niederlage, welche die Kriegswende bedeutete.

Durch diese Niederlage ihres ehemaligen Gegners ermutigt, traten Dänemark und Sachsen wieder in den Krieg gegen Schweden ein. Von da an bis zum Kriegsende behielten die Dreierkonstellation die Initiative und drängten die Schweden in die Defensive. Erst nachdem der als uneinsichtig und kriegsbesessen geltende Schwedenkönig im Herbst 1718 während einer Belagerung vor Fredirikshald in Norwegen gefallen war, konnte der für sein Land aussichtslos gewordene Krieg beendet werden. Die Bedingungen der Friedensverträge von Stockholm, Frederiksborg und Nystad bedeuteten das Ende Schwedens als europäische Großmacht und den gleichzeitigen Aufstieg des Russischen Kaiserreiches.

In dieser Monografie werden historische Geschehnisse, Akteure, Ziele und Machtkonstellationen des Großen Nordischen Krieges beleuchtet. Ebenso werden in Grundzügen die unmittelbaren Folgen des einschneidenden Krieges für die teilnehmenden Staaten und Regionen skizziert. Es wird versucht zu zeigen, dass dieser Krieg unmittelbare Folgen für ganz Europa hatte und nicht nur auf Nordeuropa beschränkt war.

Bibliografische Daten

Autor Michael Lausberg
Titel Der Große Nordische Krieg 1700–1721
Seiten 116
Erscheinungsjahr 2023
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-13262-8
eISBN (eBook) 978-3-339-13263-5
Schriftenreihe Geschichtswissenschaftliche Studien
Band 8

Zum Autor

Michael Lausberg, geboren in Linnich, ist Politikwissenschaftler und freier Publizist. Nach dem Abitur und dem Zivildienst studierte er Philosophie, Geschichte, Politik und Pädagogik in Köln, Aachen und Amsterdam. Es folgten Abschlüsse als Diplom-Pädagoge und M.A. sowie ein ergänzendes Studium der Interkulturellen Pädagogik an der Universität zu Köln. Im Jahr 2005 promovierte er mit einer Arbeit über den Reformpädagogen Kurt Hahn an der Universität Lüneburg; eine zweite Promotion zur Geschichte der extremen Rechten in Nordrhein-Westfalen schloss er 2011 an der RWTH Aachen ab.

Seit 2007 ist er am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung tätig. Seine wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich vor allem mit politischen und gesellschaftlichen Kontinuitäten, insbesondere in den Bereichen Rechtsextremismus, Antiziganismus, Migration und politische Theorie. Neben seiner Forschungstätigkeit veröffentlicht er regelmäßig als Autor zu historischen und gegenwartsbezogenen Themen.

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