Doktorarbeit: Ablösung des General Hedge Accountings nach IAS 39 durch IFRS 9

Ablösung des General Hedge Accountings nach IAS 39 durch IFRS 9

Analyse und Beurteilung von Entscheidungsnützlichkeit im Fokus der Risikomanagementannäherung und Komplexitätsreduktion – Implikationen für Standardsetzung und Bilanzierungspraxis –

Internationale Rechnungslegung, Band 57

Hamburg , 666 Seiten

ISBN 978-3-339-13232-1 (Print)
ISBN 978-3-339-13233-8 (eBook)

Zum Inhalt

Zinssatzänderungen, Wechselkursschwankungen oder Veränderungen der Rohstoffpreise spiegeln die Dynamik der volatiler werdenden nationalen wie internationalen Finanz-, Kapital- und Gütermärkte wider. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Marktpreisrisiken rücken Art und Umfang der Risikomanagementaktivitäten in den Fokus, wobei der internen Steuerungsebene von Markpreisrisiken eine besondere Stellung beizumessen ist. Während Unternehmen über zunehmend differenziertere Risikomanagementsysteme verfügen, konnten die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen den vielfältigen Anforderungen seit jeher nur bedingt gerecht werden. Nicht zuletzt aufgrund der Diversität und Dynamik des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements zählt die Abbildung risikoökonomischer Sicherungsstrategien im Zuge des Hedge Accountings zu den zentralen Herausforderungen der IFRS-Rechnungslegung. Gleichwohl bereits IAS 39 umfangreiche Vorschriften für eine zusammenführende Bilanzierung der risikobegründenden und -steuernden Transaktion bereitstellt, stellen die bisherigen Regelungen zum Hedge Accounting Anwender und Adressaten infolge konzeptioneller Limitationen, kasuistischer Voraussetzungen und überdurchschnittlicher Regelbasiertheit vor immense Herausforderungen. Nicht nur angesichts der hohen Komplexität, sondern insbesondere auch aufgrund der mangelhaften Abbildungsmöglichkeiten des internen Risikomanagements und oftmals schlichtweg zu konstatierenden Divergenzen zwischen bilanzieller und interner Sicherungsebene, ist das Hedge Accounting-Regelwerk seit Einführung von IAS 39 fortwährenden Kontroversen ausgesetzt, die mithin Zweifel an der Verwertbarkeit entsprechender Informationen im Hinblick einer entscheidungsnützlichen Prognosegrundlage haben entstehen lassen. Mit Phase drei des IAS 39 Replacement-Projekts wurden die bisherigen Vorschriften umfassend überarbeitet und durch IFRS 9 abgelöst. Mit den Neuregelungen zum General Hedge Accounting bezweckt der Standardsetter eine Erhöhung der Entscheidungsnützlichkeit, wobei die projektspezifische Zielsetzung von IFRS 9 zugleich eine weitreichende Annäherung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen an das interne Risikomanagement Sinne des Management Approachs vorsieht und darüber hinaus explizit eine Komplexitätsreduktion des Regelwerks anstrebt. Die mit der Ablösung von IAS 39 einhergehenden Zielsetzungen werden durch das vorliegende Werk aufgegriffen. Im Rahmen einer umfassenden Analyse und Beurteilung des Hedge Accountings nach IAS 39 und IFRS 9 trifft der Autor dabei sowohl Aussagen zur Entscheidungsnützlichkeit der Neuregelungen als auch Schlussfolgerungen in Bezug auf die beabsichtigte Risikomanagementannäherung und Komplexitätsreduktion. Im Ergebnis werden Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze für die Standardsetzung und Bilanzierungspraxis erarbeitet, die sowohl Implikationen in Bezug auf die Entscheidungsnützlichkeit des Hedge Accountings nach IFRS 9 umfassen als auch Potenziale der Risikomanagementannäherung und Komplexitätsreduktion aufzeigen.

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