Dissertation: Die rufschädigende Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses eines GmbH-Geschäftsführers
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Die rufschädigende Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses eines GmbH-Geschäftsführers

Schriften zum Handels- und Gesellschaftsrecht, Band 254

Hamburg , 252 Seiten

ISBN 978-3-339-12752-5 (Print)
ISBN 978-3-339-12753-2 (eBook)

Zum Inhalt deutsch english

Im Zuge der globalen Finanzkrise erhielten die Diskussion um das Selbstverständnis und die Verantwortung von Leitungsorganen ein beträchtliches Maß an Aufmerksamkeit. Insbesondere Geschäftsleiter größerer Unternehmen sind hinsichtlich ihrer persönlichen Haftung für unternehmerische Misserfolg und für persönliche Versäumnisse zu einem beliebten Diskursthema und Angriffsziel in der medialen Öffentlichkeit geworden. Nicht selten werden Geschäftsführer durch ihre Tätigkeit für führende Unternehmen in einschlägigen Kreisen mit dem Namen jenes Unternehmens identifiziert, sodass unternehmerischer Erfolg und Misserfolg mit der Person des Geschäftsführers verknüpft werden. Die Geschäftsführerposition in Unternehmen ist auf doppelte Weise gekennzeichnet: Hat die Gesellschaft durch das unternehmerische Handeln des Geschäftsführers Erfolg, spiegelt sich dies im Marktwert des Geschäftsführers wider. Umgekehrt sinkt sein Marktwert mit den Misserfolgen des von ihm geleiteten Unternehmens.

Die Gesellschaft reagiert hierauf oftmals mit der Abberufung des Geschäftsführers von seinem Amt. Daneben spricht sie eine Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses aus, ohne überhaupt das Vorliegen einer unternehmerischen Fehlentscheidung des Geschäftsführers geprüft zu haben und nachweisen zu können. In der freien Wirtschaft kommt es nicht selten vor, dass Arbeitgeber oder, in diesem Fall, die Gesellschaft aus mehr oder weniger „konstruierten“ Gründen sogar fristlos kündigen.

Der Verlust einer solchen Position zeitigt nicht selten die öffentliche Diskreditierung und einen damit einhergehenden Reputationsverlust.

Das Ziel dieser Dissertation ist es, rechtliche Reaktionsmöglichkeiten gegen willkürlich ausgesprochene Geschäftsführerkündigungen zu entwickeln. Es wird untersucht, ob und welche Kündigungsschranken hier anwendbar sind und ob sich daraus Maßnahmen des Geschäftsführers gegen unberechtigte Kündigungen herleiten lassen.

Dabei wird unter anderem der Fokus auf die Frage gestellt, ob eine willkürlich ausgesprochene Kündigung, seinen Ruf schädigt. Hierbei werden Überlegungen angestellt, ob und wie der “Ruf” eines Geschäftsmannes rechtskonstruktiv erfasst werden kann.

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