Doktorarbeit: Auswirkungen langfristigen sportiven Tanztrainings, Ausdauer- und Krafttrainings sowie physischer Inaktivität auf die Gehirnstruktur und kognitive sowie motorische Leistungsparameter bei älteren Menschen

Auswirkungen langfristigen sportiven Tanztrainings, Ausdauer- und Krafttrainings sowie physischer Inaktivität auf die Gehirnstruktur und kognitive sowie motorische Leistungsparameter bei älteren Menschen

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 160

Hamburg , 294 Seiten

ISBN 978-3-339-12304-6 (Print)
ISBN 978-3-339-12305-3 (eBook)

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Der steigende Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung geht mit einer erhöhten Prävalenz chronischer Erkrankungen einher, was das Gesundheitssystem und die Versorgung künftig vor große Herausforderungen stellt. Daher werden geeignete Maßnahmen benötigt, die ein gesundes Altern verbunden mit einer hohen Lebens-qualität unterstützen.

Ziel der Studie war es, den Einfluss unterschiedlicher körperlicher Aktivitäten auf neurostrukturelle, molekulare, neuropsychologische und motorische Parameter bei gesunden älteren Menschen im Alter von 60 bis 85 Jahren im Langzeitverlauf von etwa 5 Jahren zu untersuchen. Hierzu wurde anhand einer Längsschnittuntersu-chung erforscht, inwieweit sich sportives Tanztraining und Konditionstraining hinsichtlich der Auswirkungen in einem zeitlichen Verlauf von etwa 5 Jahren unterscheiden. Weiterhin wurde mittels einer Querschnittuntersuchung überprüft, inwiefern sich die Gruppen sportives Tanztraining, Konditionstraining sowie physische Inaktivität unterscheiden.

Aus der Längsschnittuntersuchung ging hervor, dass Tanz- sowie Konditionstraining zu einer Volumenzunahme der Amygdala führen. Zudem verbesserte die Gruppe Tanz die verbale Gedächtnisleistung. Beide Gruppen wiesen in der Gleichgewichtsfähigkeit eine signifikante Verbesserung im Langzeitverlauf nach. Die Querschnittuntersuchung zeigte, dass sich beide aktiven Gruppen in der verbalen Gedächtnisleistung sowie in der Gleichgewichtsfähigkeit von physisch inaktiven Personen unterscheiden. Außerdem offenbarte die Gruppe Konditionstraining Vorteile in der Verarbeitungsgeschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit gegenüber den physisch Inaktiven. Hinsichtlich der Ausdauerleistung unterschieden sich Konditionstraining und physische Inaktivität, nicht jedoch die beiden aktiven Gruppen voneinander. Abschließend konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen verbaler Gedächtnisleistung und Gleichgewichtsfähigkeit belegt werden.

Es ist zu schlussfolgern, dass sich sowohl Tanz als auch Konditionstraining positiv auf neurostrukturelle, neuropsychologische sowie motorische Leistungsparameter bei älteren Menschen auswirken und somit zum Erhalt der Hirnstruktur sowie kognitiver und motorischer Funktionen im Alter beitragen können.

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