Doktorarbeit: Preisbildung von Arzneimitteln nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz

Preisbildung von Arzneimitteln nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz

Eine theoretische und empirische Analyse von Determinanten des Erstattungsbetrages

Gesundheitsmanagement und Medizinökonomie, Band 55

Hamburg , 284 Seiten

ISBN 978-3-339-12212-4 (Print)
ISBN 978-3-339-12213-1 (eBook)

Zum Inhalt

Die Arzneimittelausgaben zählen neben den Ausgaben für Krankenhausbehandlung sowie für ärztliche Behandlung traditionell zu den drei größten Ausgabenblöcken in der GKV. Dabei gilt der Arzneimittelpreis als Haupttreiber für die steigenden Arzneimittelausgaben. Als Reaktion versucht der Gesetzgeber mit einer Vielzahl von Reformen und Regulierungsmaßnahmen gegenzusteuern und die Arzneimittelausgaben in der Folge zu begrenzen. Den bisherigen Höhepunkt der Regulierungsbemühungen stellt das am 1. Januar 2011 in Kraft getretene AM-NOG dar, welches einen Paradigmenwechsel in der Preisbildung von neu zugelassenen Arzneimitteln markierte. Die bis dato geltende freie Preisbildung wurde durch ein zweistufiges Verfahren bestehend aus früher Nutzenbewertung und Preisverhandlung abgelöst. Ziel dieses Verfahrens ist es, einen Erstattungsbetrag zu vereinbaren, der sich am therapeutischen Nutzen eines Arzneimittels orientiert und somit dem ökonomischen Prinzip money for value folgt.

Da jedoch im Kontext der AMNOG-Preisbildung die Empirie und Erkenntnislage zum vereinbarten Erstattungsbetrag bis dato limitiert sind, lag das übergeordnete Ziel der vorliegenden Arbeit in der theoretischen und empirischen Identifizierung von Determinanten des AMNOG-Erstattungsbetrages. Dabei wird zunächst untersucht, wie die Arzneimittelpreise in Deutschland gebildet werden und inwieweit sich die Preisbildung in Deutschland in den rechtlich-regulatorischen Kontext der internationalen Preispolitik einordnen lässt. Darauf aufbauend wird auf Basis einer empirischen Untersuchung der Frage nachgegangen, inwieweit der Nutzen eines Arzneimittels, wie vom AMNOG intendiert, in dem Preis abgebildet ist sowie welche weiteren Determinanten inwieweit auf den Arzneimittelpreis wirken. Abschließend werden aus den Erkenntnissen im Hinblick auf eine strategische Preisgestaltung im Rahmen des AMNOG Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis abgeleitet.

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