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Äthiopien wird wie viele andere Gegenden oder Staaten Afrikas einseitig mit Hunger, Dürre, Krieg und Tod in Verbindung gebracht.
Äthiopien blickt auf rund 3000 Jahre ununterbrochener Geschichte zurück. Es ist in seiner gesamten bekannten Geschichte nur einmal während des Zweiten Weltkrieges durch das Königreich Italien besetzt worden. Diese lange Zeitspanne einer von außen fast ungestörten Kultur- und Zivilisationsentwicklung macht das Land so besonders.
Das älteste Kulturland Afrikas nimmt mit seinen christlichen Traditionen auch einen einzigartigen Platz in der Kulturgeschichte ein. Die reichhaltige Geschichte, Legenden und Traditionen sorgen für eine kulturelle Einmaligkeit. Äthiopien besitzt neun UNESCO- Weltkulturerbestätten wie die Stelen von Aksum und die Felsenkirchen von Labibela, die meisten in ganz Afrika.
Die bislang ältesten Funde des archaischen Homo Sapiens stammen aus Äthiopien. Ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. existieren Felsbilder von Tieren und Menschen und prähistorische Stelenfelder. Der Einfluss der arabischen Sabir-Kultur führte zur sabäischen Kultur, eine Hochzeit in der Geschichte Äthiopiens.
Das Reich von Aksum entwickelte sich im Spannungsfeld zwischen den ländlich-bäuerlichen Strukturen des Landes und den Hochkulturen Ägyptens und Nubiens im Norden und sorgte für eine neue Blütezeit: Hier sind besonders die Gartenanlagen, das Stelenfeld als Begräbnisstätte, und die Palastanlage der Residenzstadt Aksum interessant.
Die weitere Entwicklung machte Äthiopien hin zum multireligiösen Land mit Christentum, Judentum und Islam. Die Herrschaft Aksums weitete sich bis nach Südarabien aus, das Reich stand in seiner höchsten Blüte und erreichte seine größte Ausdehnung. Diese Periode wird als „Goldenes Zeitalter“ beschrieben. Mit dem Aufkommen des christlichen Mönchtums im frühen Mittelalter entstanden zahlreiche Kirchen und Klöster. Hier stehen vor allem die Felsenkirchen mit ihren Fresken im Mittelpunkt.
Nach den dunklen Jahrhunderten entwickelte sich eine neue Blütezeit Äthiopiens unter Kaiser Fasilidas (1632-1667) in Architektur, Malerei und Dichtkunst. Gondar wurde für mehr als zwei Jahrhunderte neues Zentrum des Reiches, deren Bauwerke heute noch teilweise erhalten sind.
In dieser Forschungsarbeit werden die einzelnen Etappen der äthiopischen Geschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart herausgearbeitet. Die reiche Kultur und die Weltkulturerbestätten der UNESCO des aufstrebenden afrikanischen Landes werden ebenfalls ausführlich dargestellt.
Bibliografische Daten
| Autor | Michael Lausberg |
| Titel | Geschichte und Kultur Äthiopiens |
| Seiten | 308 |
| Erscheinungsjahr | 2021 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-339-11896-7 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-11897-4 |
| Schriftenreihe | Schriften zur Kulturgeschichte |
| Band | 57 |
Zum Autor
Michael Lausberg, geboren in Linnich, ist Politikwissenschaftler und freier Publizist. Nach dem Abitur und dem Zivildienst studierte er Philosophie, Geschichte, Politik und Pädagogik in Köln, Aachen und Amsterdam. Es folgten Abschlüsse als Diplom-Pädagoge und M.A. sowie ein ergänzendes Studium der Interkulturellen Pädagogik an der Universität zu Köln. Im Jahr 2005 promovierte er mit einer Arbeit über den Reformpädagogen Kurt Hahn an der Universität Lüneburg; eine zweite Promotion zur Geschichte der extremen Rechten in Nordrhein-Westfalen schloss er 2011 an der RWTH Aachen ab.
Seit 2007 ist er am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung tätig. Seine wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich vor allem mit politischen und gesellschaftlichen Kontinuitäten, insbesondere in den Bereichen Rechtsextremismus, Antiziganismus, Migration und politische Theorie. Neben seiner Forschungstätigkeit veröffentlicht er regelmäßig als Autor zu historischen und gegenwartsbezogenen Themen.
Weitere Bücher des Autors
Grundzüge der Kunst der Landschaftsmalerei
Cyclorama, Veduten und die Sehnsucht nach Arkadien
Hamburg 2018
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