Forschungsarbeit: Geschichte und Kultur Äthiopiens

Geschichte und Kultur Äthiopiens

Schriften zur Kulturgeschichte, Band 57

Hamburg , 308 Seiten

ISBN 978-3-339-11896-7 (Print)
ISBN 978-3-339-11897-4 (eBook)

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Äthiopien wird wie viele andere Gegenden oder Staaten Afrikas einseitig mit Hunger, Dürre, Krieg und Tod in Verbindung gebracht.

Äthiopien blickt auf rund 3000 Jahre ununterbrochener Geschichte zurück. Es ist in seiner gesamten bekannten Geschichte nur einmal während des Zweiten Weltkrieges durch das Königreich Italien besetzt worden. Diese lange Zeitspanne einer von außen fast ungestörten Kultur- und Zivilisationsentwicklung macht das Land so besonders.

Das älteste Kulturland Afrikas nimmt mit seinen christlichen Traditionen auch einen einzigartigen Platz in der Kulturgeschichte ein. Die reichhaltige Geschichte, Legenden und Traditionen sorgen für eine kulturelle Einmaligkeit. Äthiopien besitzt neun UNESCO- Weltkulturerbestätten wie die Stelen von Aksum und die Felsenkirchen von Labibela, die meisten in ganz Afrika.

Die bislang ältesten Funde des archaischen Homo Sapiens stammen aus Äthiopien. Ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. existieren Felsbilder von Tieren und Menschen und prähistorische Stelenfelder. Der Einfluss der arabischen Sabir-Kultur führte zur sabäischen Kultur, eine Hochzeit in der Geschichte Äthiopiens.

Das Reich von Aksum entwickelte sich im Spannungsfeld zwischen den ländlich-bäuerlichen Strukturen des Landes und den Hochkulturen Ägyptens und Nubiens im Norden und sorgte für eine neue Blütezeit: Hier sind besonders die Gartenanlagen, das Stelenfeld als Begräbnisstätte, und die Palastanlage der Residenzstadt Aksum interessant.

Die weitere Entwicklung machte Äthiopien hin zum multireligiösen Land mit Christentum, Judentum und Islam. Die Herrschaft Aksums weitete sich bis nach Südarabien aus, das Reich stand in seiner höchsten Blüte und erreichte seine größte Ausdehnung. Diese Periode wird als „Goldenes Zeitalter“ beschrieben. Mit dem Aufkommen des christlichen Mönchtums im frühen Mittelalter entstanden zahlreiche Kirchen und Klöster. Hier stehen vor allem die Felsenkirchen mit ihren Fresken im Mittelpunkt.

Nach den dunklen Jahrhunderten entwickelte sich eine neue Blütezeit Äthiopiens unter Kaiser Fasilidas (1632-1667) in Architektur, Malerei und Dichtkunst Gondar wurde für mehr als zwei Jahrhunderte neues Zentrum des Reiches, deren Bauwerke heute noch teilweise erhalten sind.

In dieser Forschungsarbeit werden die einzelnen Etappen der äthiopischen Geschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart herausgearbeitet. Die reiche Kultur und die Weltkulturerbestätten der UNESCO des aufstrebenden afrikanischen Landes werden ebenfalls ausführlich dargestellt.

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