Dissertation: Franz Liszts Mephistowalzer Nr. 1 und Nr. 2 (1856–1860/1878–1881) in verschiedenen Versionen

Franz Liszts Mephistowalzer Nr. 1 und Nr. 2 (1856–1860/1878–1881) in verschiedenen Versionen

Originale oder Bearbeitungen?

Studien zur Musikwissenschaft, Band 52

Hamburg 2020, 342 Seiten
ISBN 978-3-339-11788-5 (Print), ISBN 978-3-339-11789-2 (eBook)

Bearbeitung, Danse Macabre, Franz Liszt, Klaviermusik, Mephistowalzer, Musikwissenschaft, Original, Totentanz

Zum Inhalt

Ab 1848 lebt Franz Liszt nach Beendigung seiner Virtuosenlaufbahn bis 1861 in Weimar. In dieser Zeit betätigt er sich vorwiegend als Kapellmeister und Komponist. Es entstehen, angeregt durch die Auseinandersetzung mit der literarischen Faustfigur in seiner Weimarer Zeit, die „Faust-Symphonie“ nach Goethes Faust und die „Zwei Episoden aus Lenaus Faust“. In den Jahren 1856 bis 1860 komponiert Liszt seinen Mephistowalzer Nr.1 als Version für Soloklavier sowie als Orchesterfassung und einer Fassung für Klavier zu vier Händen. 21 Jahre später befasst sich der Komponist erneut mit dem Thema Faust und komponiert den Mephistowalzer Nr.2. Entgegen der üblichen Vorgehensweise erstellt Liszt in beiden Fällen zuerst die Soloklavierversion, anschließend die Orchesterversion und die Version zu vier Händen.

Der Autor untersucht, ob es sich bei den genannten Versionen der jeweiligen Walzer um Bearbeitungen handelt oder ob alle Fassungen als Originale klassifiziert werden sollen. Ein ergänzendes Kapitel zeigt, anhand von drei inhaltlich und zeitlich im Kontext stehenden Beispielen, Liszts Vorgehensweise bei Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten und der Übertragung eines eigenen Werkes auf.

Die Ergebnisse dieser detaillierten analytischen Untersuchungen auf dem Gebiet musikalischer Metamorphosen in der Liszt-Forschung bereichern den musikanalytischen Diskurs über Liszts Bearbeitungsoeuvre. Sie liefern neben anderen Aspekten den Nachweis einer Verschmelzung der virtuosen Elemente aus Liszts pianistischem Repertoire mit den klanglichen sowie spieltechnischen Möglichkeiten des damaligen Orchesters.



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