Forschungsarbeit: Die Entkontextualisierung in den deutschen Koranübersetzungen

Die Entkontextualisierung in den deutschen Koranübersetzungen

ﻧﻮﺮ ﺍﻠﺤﻜﻤﺔ Nur al-hikma
Licht der Weisheit. Interdisziplinäre Schriftenreihe zur Islamwissenschaft
, Band 15

Hamburg 2020, 188 Seiten
ISBN 978-3-339-11656-7 (Print), ISBN 978-3-339-11657-4 (eBook)

Entkontextualisierung, Islamwissenschaft, Kontext, Koran, Koranübersetzung, Orientalistik, Religionswissenschaft

Zum Inhalt

deutsch | english

Die Studie beschäftigte sich mit der Wichtigkeit des intersprachlichen und außersprachlichen Kontexts im Verstehensprozess des koranischen Textes und in seinen Übersetzungen.

In dieser Abhandlung wurde der Koran sowohl philologisch als auch fachspezifisch ausführlich definiert. Im Hinblick auf die fachspezifischen Korandefinitionen wurden die scholastischen, islamrechtlichen und sprachwissenschaftlichen Ansichten wiedergegeben.

Die Benennungen des Korans, wie z. B. „die Unterscheidung“, „das Buch“, „die Ermahnung“, „die Herabsendung“ u.a. wurden erörtert.

Die verschiedenen Ansichten zwischen nichtmuslimischen Wissenschaftlern und muslimischen Gelehrten bezüglich der Sprache und des Stils des Korans wurden eingehend vorgestellt.

Ein allgemeiner Überblick über die Schwierigkeiten der Koranübersetzung wurde dargestellt.

Die Geschichte der Koranübersetzung wurde hier sowohl in der islamischen als auch in der nichtislamischen Tradition erläutert.

Die Übersetzung wurde definiert sowie die pragmatischen Aspekte und der Zweck (Skopos) in Übersetzung behandelt.

Als Beispiel für die lexikalischen Dimensionen der koranischen Ausdrücke wurden die Homonyme und Synonyme in den Stellen 2: 78, 3: 20, 75, 7: 157, 158 und 62: 2. genauer untersucht. Die spekulative Vermutung der Auslassung im Vers 16 der 17. Sure wurde als Beispiel für die grammatischen Dimensionen erwähnt. Das bildliche Beispiel, das in 6: 122 erwähnt wird, wurde hier als Beispiel für die Metapher in der Rhetoriklehre gewählt. In den ausgewählten Koranübersetzungen wurden berücksichtigt, dass die Übersetzer verschiedenen Kulturen und Religionen angehören:

[1] „Der Koran. Übersetzung“ 1966 und „Der Koran. Kommentar und Konkordanz“ 1971 von Paret.

[2] „Der Koran. Arabisch-Deutsch. Übersetzung und wissenschaftlicher Kommentar“ 1990 - 2001 von Khoury.

[3] „Der Koran. Die heilige Schrift des Islam in deutscher Übertragung. Mit Erläuterungen nach den Kommentaren von Dschalalain, Tabari und anderen hervorragenden klassischen Koranauslegern“ 1998 von v. Denffer.

[4] „Tafsīr Al-Qurʾan Al-Karīm. Erläuterung des Al-Qurʾan Al-Karīm in deutscher Sprache“ 2008 von Ibn Rassoul.

[5] „Der Koran. Aus dem Arabischen Neu übertragen von Hartmut Bobzin unter Mitarbeit von Katharina Bobzin“ 2010 von Bobzin.



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