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Doktorarbeit: Bedeutung exekutiver Funktionen für differenzielle Entwicklungspfade und Schulleistungen bei Kindern mit motorischen Auffälligkeiten

Bedeutung exekutiver Funktionen für differenzielle Entwicklungspfade und Schulleistungen bei Kindern mit motorischen Auffälligkeiten

Schriften zur Entwicklungspsychologie, Band 40

Hamburg 2020, 256 Seiten
ISBN 978-3-339-11638-3 (Print), ISBN 978-3-339-11639-0 (eBook)

Differenzielle Entwicklungspfade, Entwicklungspsychologie, Exekutive Funktionen, Inhibition, Interferenzkontrolle, Motorische Entwicklungsstörung, Motorische Koordination, Schulleistungen

Zum Inhalt

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Während viele Kinder Meilensteine der motorischen Entwicklung ohne größere Probleme meistern, fallen andere durch motorisch ungeschicktes Verhalten auf. Sie können beispielsweise nicht auf einem Bein hüpfen, das Nachspuren von Linien mit einem Bleistift bereitet ihnen sehr große Schwierigkeiten und auch beim Ballspielen, also Werfen und Fangen, zeigen sie verglichen mit gleichaltrigen Kindern Defizite. Fachpersonal und Eltern sind dann mit der Frage konfrontiert, wie diese Auffälligkeiten zu bewerten sind. Oft finden sie keine klaren Antworten. In der Tat deutet nach aktuellem Forschungsstand vieles darauf hin, dass Kinder mit motorischen Entwicklungsauffälligkeiten heterogene Entwicklungspfade aufzeigen. Während einige Kinder sehr ungünstige Entwicklungsverläufe mit persistierenden motorischen Problemen und schulischen Schwierigkeiten zeigen, scheinen andere ihre motorischen Probleme überwinden zu können. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren für diese differenziellen Entwicklungspfade verantwortlich sein könnten. Worin unterscheiden sich Risikokinder, die ihre Probleme „verwachsen“, von solchen, die stabile Auffälligkeiten zeigen? Welche Faktoren leisten einen Beitrag zur Prognose der weiteren motorischen und schulischen Entwicklung motorisch auffälliger Kindergartenkinder? Aufgrund der bisherigen Forschungslage ergeben sich Hinweise auf eine Beteiligung der exekutiven Funktionen an differenziellen Entwicklungsverläufen. Bei exekutiven Funktionen handelt es sich um selbstregulatorische kognitive Prozesse höherer Ordnung, die eine flexible und effektive Anpassung an neue und/oder komplexe Aufgabensituationen ermöglichen. Diese Studie beleuchtet erstmals die Rolle exekutiver Funktionen für unterschiedliche Entwicklungspfade motorisch auffälliger Kinder. Die Ergebnisse der dreijährigen Längsschnittstudie liefern hierzu neue und wichtige Erkenntnisse. Darüber hinaus werden Implikationen für Früherkennung und Interventionen bei motorisch auffälligen Kindern gegeben.



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