Forschungsarbeit: Die Rückkehr des Zaren – Die Außen- und Sicherheitspolitik Russlands im inneren Kräftefeld 2000–2008

Die Rückkehr des Zaren –
Die Außen- und Sicherheitspolitik Russlands im inneren Kräftefeld 2000–2008

Schriften zur internationalen Politik, Band 60

Hamburg 2020, 632 Seiten
ISBN 978-3-339-11624-6 (Print), ISBN 978-3-339-11625-3 (eBook)

Außenpolitik, Internationale Beziehungen, Internationale Politik, Länderanalyse, Politikwissenschaft, Russische Föderation, Russland, Sicherheitspolitik, Wladimir Putin

Zum Inhalt

Russland ist mit einer Ausdehnung von rund 17 Millionen Quadratkilometern das flächenmäßig größte Land der Erde. Der Nachfolgestaat der Sowjetunion, die während des Kalten Krieges den ideologisch-militärischen Gegenpol zu den Westmächten unter Führung der Vereinigten Staaten gebildet hatte, drohte nach der Implosion des Ostblocks im inneren Chaos zu versinken. Das nationale Trauma, das sich sowohl mit dem internationalen wie auch mit dem inneren Niedergang verband, grub sich tief in die russische Seele und avancierte zur wichtigsten Triebfeder derjenigen, die Russland nach wie vor im Club der mächtigsten Staaten der Welt wähnen. Dieses nationale Selbstbild und der darauf basierende Anspruch spiegeln sich nicht zuletzt in einer zunehmend selbstbewussten Außen- und Sicherheitspolitik wider, die Wladimir Putin während seiner ersten beiden Amtszeiten als Präsident der Russischen Föderation verfolgt hat. Nachdem der russische Präsident nach den Anschlägen des 11. September 2001 zunächst erfolglos den Schulterschluss mit der NATO und ihrem amerikanischen Hegemon gesucht hatte, bemühte sich Putin nach Ausbleiben der erhofften Anerkennung als einem Partner auf Augenhöhe unter anderem konsequent um eine Vitalisierung der Beziehungen zur Volksrepublik China, deren politische Führung wie Russland dem unipolaren Weltbild, das auf die internationale Vormachtstellung der USA abstellt, ausgesprochen ablehnend gegenübersteht.

Die maßgeblich von Putin in Gang gesetzte Diversifizierung der russischen Außen- und Sicherheitspolitik lässt sich nur verstehen, wenn auch die inneren Rahmenbedingungen in deren Analyse einbezogen werden. Aus diesem Grund werden in der Studie sowohl die (innen-)politischen als auch die ökonomischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten beleuchtet, die während des Untersuchungszeitraums in Russland vorgeherrscht haben. Damit unternimmt der Autor den Versuch, die verschiedenen Ebenen, auf denen sich Außenpolitik vollzieht, mit den strukturellen Voraussetzungen zu verknüpfen und in einen sinnvollen Kontext zu stellen.



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