Dissertation: Rechtsprobleme der Nachlassinsolvenz

Rechtsprobleme der Nachlassinsolvenz

Studien zum Erbrecht, Band 25

Hamburg 2020, 242 Seiten
ISBN 978-3-339-11596-6 (Print), ISBN 978-3-339-11597-3 (eBook)

Erbrecht, Gesamtinsolvenzverfahren, Insolvenzmasse, Nachlassinsolvenzverfahren, Restschuldbefreiungsverfahren, Übergeleitetes Nachlassinsolvenzverfahren, § 83 InsO, § 324 InsO

Zum Inhalt

Für das Nachlassinsolvenzverfahren sind sowohl die Vorschriften des Insolvenz- als auch die des Erbrechts von Bedeutung. Es existieren nur wenige spezielle Regelungen für das Nachlassinsolvenzverfahren, wodurch der Einfluss der allgemeinen Regeln des Erb- und Insolvenzrechts sehr groß ist. Genügen die vorhandenen Vorschriften, um die Interessen der Verfahrensbeteiligten angemessen zu regeln? Diese Frage stellt sich insbesondere beim Auftreten verschiedener Sonderkonstellationen.

Was geschieht, wenn sich der Erbe zum Zeitpunkt des Erbfalls in der Insolvenz befindet? Es kann in dieser Konstellation zu einem Interessenkonflikt zwischen den Nachlassgläubigern und den Insolvenzgläubigern der Erben kommen.

Ein übergeleitetes Nachlassinsolvenzverfahren kommt zustande, wenn der Erblasser während eines anhängigen Insolvenzverfahrens verstirbt. Umfangreiche Regelungen über die Zusammensetzung der Insolvenzmasse und der beteiligten Gläubiger des übergeleiteten Nachlassinsolvenzverfahrens sucht man vergebens.

Klärungsbedürftig ist auch, welchen Einfluss die Anordnung einer Testamentsvollstreckung auf den Ablauf des Nachlassinsolvenzverfahrens hat. Muss der in der Testamentsvollstreckung zum Ausdruck kommende Erblasserwille im Insolvenzverfahren unberücksichtigt bleiben, um den Schutz der Insolvenzgläubiger im Nachlassinsolvenzverfahren zu gewährleisten?

Die Verfasserin nimmt nach einer allgemeinen Darstellung des Nachlassinsolvenzrechts eine umfassende Analyse vor, welche Rechtsprobleme durch das Zusammentreffen von Erb- und Insolvenzrecht entstehen, und ob das geltende Recht eine angemessene Basis zur Lösung dieser Rechtsprobleme darstellt. Dabei wird das Augenmerk auf die beschriebenen Sonderkonstellationen des Gesamtinsolvenzverfahrens, der übergeleiteten Nachlassinsolvenzverfahrens und des Zusammentreffens von der Testamentsvollstreckung und des Nachlassinsolvenzverfahrens gelegt.



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