Dissertation: Die urheberrechtlich relevante Parodie

Die urheberrechtlich relevante Parodie

Studien zum Gewerblichen Rechtsschutz und zum Urheberrecht, Band 154

Hamburg , 230 Seiten

ISBN 978-3-339-11540-9 (Print)
ISBN 978-3-339-11541-6 (eBook)

Rezensionen

[...] Das äußerst gelungene Werk zeichnet nicht nur ein akribisch recherchierter Inhalt aus, der keine Wünsche zur rechtlich fundierten Aufarbeitung der Parodie im Urheberrecht offen lässt, sondern verfügt die Dissertation über ein exzellentes Timing. Gerade jetzt ist der beste Zeitpunkt, um die mittlerweile reichhaltige Rechtsprechung deutscher aber auch europäischer Gerichte zur "urheberrechtlich relevanten Parodie" - soweit ersichtlich einmalig - in dieser Fülle und Dichte festzumachen. Der Autor, Dr. Jonas Jacobsen, überrascht nicht nur mit einer äußersten Kompaktheit seiner Arbeit, sondern auch mit einem Inhalt, der auf den Punkt ist. Die gedruckte Dissertation schafft es, auf knapp zweihundert Seiten sowohl die Rechtsprechung [...] als auch die gesamte deutsche Literatur zur Thematik aufzubereiten. [...]
[...] Das Werk liest sich nicht nur sehr flüssig und stilistisch einwandfrei, sondern wartet auch mit einer verfassungsrechtlichen Dimension der urheberrechtlich relevanten Parodie auf [...]. [...]
[...] Besonders hervorzuheben, und dafür ist dem Verlag zu danken, findet sich eine bildliche Darstellung der wesentlichsten Parodieentscheidungen im Anhang des Werkes. Damit wird die "urheberrechtlich relevante Parodie" nicht nur haptisch fühlbar, sondern auch optisch fassbar. Spätestens um für die Umsetzung von Art 17 DSM-RL am 8. Juni 2021 gerüstet zu sein, ist das vorliegende Werk uneingeschränkt zu empfehlen.
in: Zeitschrift für Informationsrecht, ZIIR 2/2020
[...] Die Dissertation stellt einen gelungenen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema dar. Sie überzeugt durch eine problembewusste Aufarbeitung vieler der sich im Zusammenhang mit der urheberrechtlich relevanten Parodie stellenden Fragen. Die am 29.7.2019 [...] ergangenen Entscheidungen des EuGH, die erneut den Streit um die Unionskonformität des § 24 UrhG entfacht haben, konnten dabei zwar noch nicht berücksichtigt werden. Der Verdienst der Arbeit liegt jedoch auch darin, durch ihre übersichtliche und strukturierte Analyse die Grundlagen für eine mögliche Neuregelung zu schaffen.
in: Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht, ZUM 8/9/2020

Zum Inhalt

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Die Parodie ist ein Kunstelement, das sich durch seine besondere Fähigkeit auszeichnet auch komplexe Sachverhalte verdichtet und prägnant darzustellen. Sie wird dadurch zu einem Stilmittel, das wichtiges Vehikel im demokratischen Meinungsbildungsprozess ist. Immer dann, wenn die Parodie auf eine urheberrechtlich geschützte Vorlage aufbaut, kommt es zu einem rechtlichen Spannungsfeld zwischen dem Vorlagenurheber und dem Parodisten. Wie sich dieses Spannungsfeld auflösen lässt, ist das zentrale Thema dieser Abhandlung.

Dazu untersucht der Autor zunächst die Entwicklung der Parodie als Kunstform, um daraus Rückschlüsse auf die Kernelemente der Parodie ziehen zu können. Daran schließt sich die Untersuchung der verfassungsrechtlichen und der unionsrechtlichen Dimension der Parodie an. Aus diesen Erkenntnissen leitet der Autor erste Leitlinien für den Umgang mit der Parodie ab und misst daran die bestehenden Regelungen bzw. die deutsche und europäische Rechtsprechung zur urheberrechtlich relevanten Parodie. Des Weiteren zeigt die Studie mögliche Lösungsalternativen aus dem US-amerikanischen Recht auf.

Auf dieser Grundlage entwickelt der Autor schließlich einen eigenen Normvorschlag, der in der Lage ist, die derzeitige Rechtsunsicherheit im Hinblick auf die urheberrechtlich relevante Parodie zu beseitigen und gleichzeitig einen hinreichenden Interessensausgleich zwischen Parodist und Vorlagenurheber zu schaffen.

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