Forschungsarbeit: Aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg

Aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg

Ein Tagebuch des Obermaschinenmaats Ernst Röder vom Hilfskreuzer Cormoran 1917 bis 1919

Schriften zur Geschichtsforschung des 20. Jahrhunderts, Band 20

Hamburg 2020, 280 Seiten
ISBN 978-3-339-11420-4 (Print), ISBN 978-3-339-11421-1 (eBook)

1. Weltkrieg, Atlanta, Ernst Röder, Guam, Hilfskreuzer Cormoran, Kriegsgefangenschaft, Militärgeschichte, S.M. HKz. Cormoran, Salt Lake City, Südsee, Tagebuch, USA

Zum Inhalt

Ernst Röder, der Verfasser des vorliegenden Tagebuchs, diente als Obermaschinenmaat an Bord des Hilfskreuzers Cormoran. Sein Tagebuch aus der Kriegszeit (August bis November 1914) ist verloren gegangen. Ebenso wurde das Tagebuch aus der Zeit der Internierung am 7. April 1917 bei der Versenkung des Schiffes im Hafen von Guam vernichtet. Die übrigen vier Bände aus der Zeit der Kriegsgefangenschaft wurden nun editiert. Das Tagebuch stellt eine einzigartige Quelle dar. Sie gibt Auskunft über die Lebensbedingungen in einem Kriegsgefangenenlager in den Vereinigten Staaten von Amerika. Röder zeigt in seinem Mikrokosmos viele Themen, die auch im Makrokosmos des Ersten Weltkrieges erschienen. So nahm er durch die Informationen die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen war. In der Politik nahm er aus Zeitungsberichten den Niedergang der Monarchie in Deutschland auf. Ebenso beschrieb er politische Agitationen im Gefangenlager und die zunehmende Zwietracht zwischen den Kaisertreuen und den demokratisch gesinnten Matrosen. Auch die ersten Anzeichen der Spanischen Grippe übernahm er. Am Rand erscheinen schöne Landschaftsbeschreibungen der Vereinigten Staaten aus von vor 100 Jahren.

Das Tagebuch ist sehr wertvoll, da es nicht nur das Leben in einem Kriegsgefangenenlager beschreibt, sondern eine Fortsetzung der Geschichte des Hilfskreuzers „Cormoran“ darstellt. Die Forschung konnte bisher primär die Kriegsfahrten des Schiffes beschreiben. Die Internierungszeit und die Zeit der Kriegsgefangenschaft wurden nur in der Dissertation des Herausgebers bedacht. Als wichtigste Quelle, besonders für Letztere, diente das vorliegende Tagebuch.

Die vorliegende Quelle erzählt eine spannende Geschichte am Rande eines großen Krieges.

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