Dissertation: Ökologische Bildung in der Evangelischen Erwachsenenbildung Bayern – zwischen Programm und Realität

Ökologische Bildung in der Evangelischen Erwachsenenbildung Bayern –
zwischen Programm und Realität

Oder: Warum wächst der Mangold vor dem Evangelischen Bildungswerk?!

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 49

Hamburg 2020, 586 Seiten
ISBN 978-3-339-11404-4 (Print), ISBN 978-3-339-11405-1 (eBook)

Bayern, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, DEAE, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Evangelische Erwachsenenbildung Deutschland, Erwachsenenbildung, Konziliarer Prozess, Naturverständnis, Ökologische Bildung, Politische Bildung, Schöpfungstheologie

Zum Inhalt

deutsch | english

Die Evangelische Erwachsenenbildung weiß sich der Bearbeitung individueller Lebensfragen, aber auch gesellschaftlich-globaler Zeitfragen verpflichtet. Eine der Herausforderungen im sogenannten ‚Anthropozän‘ besteht darin, eine intakte Natur zu erhalten bzw. ihre weitere Vernichtung zu verhindern – oder in christlicher Diktion: die Schöpfung zu bewahren.

Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Analyse, wie normative Ansprüche aus Ökologie, Theologie und Kirche in den Einrichtungen der Evangelischen Erwachsenenbildung in Bayern Resonanz finden sowie welchen Stellenwert und welche Ausprägung ökologische Bildung in ihnen hat.

Ein ganzheitlicher Ansatz der ökologischen Erwachsenenbildung bietet unterschiedliche Zugänge zur Natur an, ist aber auch Teil der politischen Bildung. Neben einer entsprechenden theoretischen Grundlegung werden die ökologische Bildung und ihre Verortung in 17 Einrichtungen durch Expert/inn/en-Interviews mit den Leitungen sowie anhand einer Programm- und Leitbildanalyse untersucht.

Ökologische Bildung wird von den meisten interviewten Einrichtungsleitungen als relevant und teilweise auch profilbildend für die Evangelische Erwachsenenbildung gesehen. Dies wird in den Einrichtungen jedoch in unterschiedlicher Weise sichtbar. In den Leitbildern kann man überwiegend eine feste Verankerung relevanter säkularer und theologischer Themen feststellen. Die Programmangebote zeigen eine heterogene quantitative und inhaltliche Umsetzung der normativen Forderungen. Ebenso manifestiert sich das Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen nicht in jedem Fall in einem nachhaltigen Handeln in der Einrichtung, da die Einflussmöglichkeiten der Verantwortlichen vor Ort unterschiedlich sind.

Mit der Darstellung möglicher Grundlagen für eine ökologische Bildung, des ganzheitlichen Ansatzes und der daraus folgenden inhaltlichen Differenzierung, der Analyse der geschilderten Praxis der Bildungsarbeit sowie der sich daraus ergebenden Optionen einer Profilbildung durch ökologisch-nachhaltige Themen möchte diese Untersuchung zur Begründung ökologischer Bildung beitragen, damit diese stärker in das Angebot der Evangelischen Erwachsenenbildung implementiert wird.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben