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Doktorarbeit: Entwicklung der Frachtführerhaftung im Luft- und Seefrachtrecht

Entwicklung der Frachtführerhaftung im Luft- und Seefrachtrecht

Eine vergleichende Studie des internationalen Einheitsrechts und seiner Umsetzung im türkischen und deutschen Recht

Schriftenreihe zum internationalen Einheitsrecht und zur Rechtsvergleichung, Band 67

Hamburg 2020, 506 Seiten
ISBN 978-3-339-11352-8 (Print), ISBN 978-3-339-11353-5 (eBook)

Deutsches Seefrachtrecht, Frachtführerhaftung, Haftung des Frachtführers, Haftungsrecht, Handelsrecht, Internationales Einheitsrecht, Internationales Luftfrachtrecht, Internationales Seefrachtrecht, Montrealer Übereinkommen, Rechtsvergleichung, Rotterdam Regeln, Transportrecht, Türkisches Luftverkehrsgesetz, Türkisches Seefrachtrecht

Zum Inhalt

deutsch | english

Gegenstand dieser Arbeit ist die Entwicklung der Frachtführerhaftung im internationalen und nationalen (deutschen und türkischen) Luft- und Seetransportrecht. In rechtsvergleichender Darstellung sollen Voraussetzungen und Umfang der Einstandspflicht des Frachtführers für Güterschäden untersucht und dabei Übereinstimmungen und Unterschiede innerhalb der Frachtführerhaftung aufgezeigt werden. Den Schwerpunkt der Arbeit bilden der Haftungszeitraum des Frachtführers, die Haftungsausschlussgründe und die Höhe der transportrechtstypischen Haftungsbeschränkungen. Zudem liegt der Fokus auf der stets fortentwickelten Arbeitsteiligkeit in der modernen Transportwirtschaft und den sich daraus ergebenden Fragen der Aktiv- und Passivlegitimation sowie der Gehilfenhaftung des Frachtführers. In diesem Zusammenhang untersucht die vorliegende Arbeit zum einen die Neuerungen, die das Montrealer Übereinkommen im Bereich des internationalen Luftverkehrsrechts brachte, insbesondere die mit der verschuldensunabhängigen Haftung des Luftfrachtführers verbundene, unverbrüchliche Haftungsbeschränkung auf 19 SZR je kg. Zum anderen konzentriert sich die Arbeit auf das Haftungsregime der Rotterdam Regeln, welches das bisher geltende Haftungssystem der internationalen Seefrachtrechtskonventionen, nämlich der Haager Regeln, der Haag/Visby Regeln sowie der Hamburg Regeln, ablösen soll.

Neben den internationalen Aspekten des Luft- und Seetransportrechts wird das deutsche und türkische Frachtrecht im Einzelnen untersucht. In den letzten Jahren gab es auf nationaler Ebene wesentliche Änderungen des Transportrechts. Das deutsche Seehandelsrecht wurde 2013 umfassend modernisiert. Mit dem Inkrafttreten des neuen türkischen Handelsgesetzbuches im Juli 2012 wurden die frachtrechtlichen Vorschriften nach dem Vorbild des deutschen Transportrechtsreformgesetzes neu gefasst. Trotz umfassender Modernisierung ist das türkische Transportrecht weiterhin durch eine starke Zersplitterung der Rechtsquellen gekennzeichnet. Anders als das deutsche Transportrecht gelten in der Türkei die Sondergesetze für See-, Luft- und Eisenbahnbeförderung fort. Das türkische Luftverkehrsgesetz stützt sich auf das Warschauer Abkommen in der Fassung des Haager Protokolls, obwohl das Montrealer Übereinkommen seit 2011 für die Türkei verbindlich ist. Durch diese Arbeit soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die geltenden Regelungen des türkischen Luft- und Seefrachtrechts dem deutschsprachigen Leser in übersichtlicher Form zugänglich zu machen.



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