Dissertation: Private-Equity-Beteiligungen in der Fusionskontrolle

Private-Equity-Beteiligungen in der Fusionskontrolle

Studienreihe wirtschaftsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 209

Hamburg 2019, 430 Seiten
ISBN 978-3-339-11258-3 (Print), ISBN 978-3-339-11259-0 (eBook)

Fonds, Fusionskontrolle, Fusionskontrollrecht, Kartellrecht, Kontrollerwerb, Private-Equity, Private-Equity-Beteiligungen, Rechtswissenschaft, Umsatzberechnung, Wettbewerb, Zusammenschluss, Zusammenschlusskontrolle

Zum Inhalt

Die fusionskontrollrechtliche Behandlung von Unternehmenskäufen durch Private-Equity-Fonds spielt in der Praxis eine erhebliche Rolle. Die Studie strebt an, dieses Thema wissenschaftlich aufzuarbeiten und zugleich Leitlinien für die Praxis zu erarbeiten.

In einer Einführung werden zunächst die fusionskontrollrechtlich relevanten Strukturen, Charakteristika und Instrumente im Rahmen von Private-Equity-Beteiligungen aufgezeigt.

Der zweite Teil der Untersuchung behandelt Fragestellungen, die sich bei einem Zusammenschluss unter Beteiligung eines Private-Equity-Fonds im Rahmen der formellen Fusionskontrolle stellen können. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf Fragen des Kontrollerwerbs und der Umsatzberechnung.

Im dritten Teil wird untersucht, inwiefern sich Beteiligungen von Private-Equity-Fonds von denen strategischer Investoren unterscheiden. Private-Equity-Beteiligungen weisen im Vergleich zu anderen Unternehmensbeteiligungen eine Reihe von Besonderheiten auf. Zwar sind Private-Equity-Beteiligungen rein finanziell motiviert, dennoch üben Private-Equity-Fonds im Hinblick auf eine Wertsteigerung regelmäßig unternehmerischen Einfluss auf ihre Portfoliogesellschaften aus. Ferner erfolgt im Rahmen von Private-Equity-Beteiligungen weder eine Abstimmung der jeweiligen Unternehmensziele der Portfoliogesellschaften noch eine Ausrichtung dieser an einem einheitlichen, übergeordneten Unternehmensziel, obwohl Private-Equity-Fonds zumeist die rechtliche Möglichkeit hätten, die operative Tätigkeit ihrer Portfoliounternehmen aneinander anzupassen. Darüber hinaus ist der Beteiligungserwerb im Rahmen von Private-Equity zwar zeitlich begrenzt und zwingend auf eine Weiterveräußerung gerichtet, dennoch handelt es sich bei ihm nicht um einen kurzfristigen Durchgangserwerb. Vor diesem Hintergrund wird erörtert, welche Auswirkungen die aufgezeigten Unterschiede auf die wettbewerbliche Bewertung von Zusammenschlüssen unter Beteiligung von Private-Equity-Fonds haben.



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