Doktorarbeit: Einfluss dysfunktionaler Gedanken auf die sportliche Leistung im Kontext des (Hoch-)Leistungssports

Einfluss dysfunktionaler Gedanken auf die sportliche Leistung im Kontext des (Hoch-)Leistungssports

Ein sportartübergreifender Überblick

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Schriften zur Sportpsychologie, Band 22

Hamburg , 232 Seiten

ISBN 978-3-339-10878-4 (Print) |ISBN 978-3-339-10879-1 (eBook)

Rezension

[...] Fazit: Alena Kröhler ist es sehr aufschlussreich gelungen, zum Teil auch unerwartete Erkenntnisse herauszuarbeiten und wichtige Aussagen zu den Zeitpunkten des Auftretens, sowie zur Häufigkeit und zum Einfluss dysfunktionaler Gedanken zu treffen. [...] Die Ergebnisse sind nicht nur wissenswert, sondern eröffnen auch neue Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen in diesem Feld.

Camilla Wölfle in: SportPraxis, 4/2020


Zum Inhalt englishenglish

Im sportlichen Kontext gewinnt mentale Stärke immer mehr an Bedeutung. Hierbei können Gedanken einen entscheidenden Beitrag in der Entwicklung und im Abruf der individuellen Performanz zum gewünschten Zeitpunkt leisten. Eng umstrittene Zweikämpfe oder Spiele werden häufig am Ende zugunsten des mental stärkeren Sportlers oder Sportlerin bzw. der mental stärkeren Mannschaft entschieden. Auch in der täglichen Sportpraxis müssen sich (Leistungs-) Sportler und Sportlerinnen immer wieder mit den Aspekten der Leistungsentwicklung, der Leistungsverbesserung und dem Abrufen der Leistung zum richtigen Zeitpunkt auseinandersetzen. Wahrgenommene Diskrepanzen zwischen dem aktuellen Leistungsstand und dem gewünschten Ziel können hierbei negative Gedanken auslösen, die einen Einfluss auf das weitere Handeln und Verhalten der Sportler und Sportlerinnen ausüben.

Bisher gibt es keine eindeutigen empirischen Hinweise, die einen direkten Zusammenhang zwischen solchen Gedanken und einer verminderten sportlichen Leistung belegen. Diese Forschungsarbeit behandelt daher die Frage, ob negative Gedanken einen direkten Einfluss auf die sportliche Leistung haben und wie bedeutend dieser tatsächlich in der täglichen Sportpraxis ist.

Die Autorin des Buches legt ihren Schwerpunkt dabei auf beharrlichen, sich kontinuierlich wiederholenden Gedanken (auch: Rumination) und untersucht deren Zusammenhang auf die sportliche Leistung. Hierzu werden insgesamt fünf verschiedene quantitative sowie qualitative Studien mit Leistungssportlern und Leistungssportlerinnen aus verschiedenen Team- und Individualsportarten präsentiert.

Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit zeigen überraschenderweise eine Diskrepanz zwischen der subjektiven Wahrnehmung der Zielgruppe und der empirischen Datenlage auf und liefern damit wertvolle Ansatzpunkte für die weitere sportpsychologische Forschung.  

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