Doktorarbeit: Beteiligungsmöglichkeiten im Sport unter Berücksichtigung verbandsrechtlicher Beschränkungen

Beteiligungsmöglichkeiten im Sport unter Berücksichtigung verbandsrechtlicher Beschränkungen

Eine Analyse der aktuellen rechtlichen Strukturen im Profifußball

Sportrecht in Forschung und Praxis, Band 27

Hamburg 2019, 538 Seiten
ISBN 978-3-339-10570-7 (Print), ISBN 978-3-339-10571-4 (eBook)

Rezension

[...] Angesichts des beeindruckenden Umfangs der vorliegenden Arbeit erhebt diese Besprechung nicht einmal ansatzweise den Anspruch auf Vollständigkeit. Zu keiner Zeit bestehen indessen aus Sicht des Rezensenten Zweifel daran, dass die Abhandlung von hohem Sachverstand und der Fähigkeit des Autors zu differenzierter Betrachtungsweise zeugt. Sie ist deshalb ein überzeugender und ergiebiger Tour d‘Horizon über die geltenden verbandsrechtlichen Regelungen im nicht unmittelbar sportbezogenen Bereich des Professionalfussballs.

Rafael Brägger, in:
Causa Sport, CaS 3/2019

50+1-Regel, Beteiligungsmöglichkeiten, Cross-Club-Ownership, Europarecht, Financial Fairplay-Reglement, Fußball, Fußballsport, Grundfreiheiten, Multi-Club-Ownership, Profifußball, Rechtswissenschaft, Sportrecht, Third-Party-Ownership, Verbandsrecht, Verbandsregelungen, Wettbewerbsrecht

Zum Inhalt

Die Abhandlung gibt einen umfassenden Überblick über die aktuell diskutierten verbandsrechtlichen Beschränkungen von Beteiligungsmöglichkeiten im Sport und untersucht deren Vereinbarkeit mit den europäischen Regeln. Die Analyse gelangt zu dem Ergebnis, dass eine Vielzahl von Verbandsregeln nicht mit den europäischen Grundfreiheiten und Wettbewerbsregeln vereinbar sind. Es ist vielmehr eine weitreichende Liberalisierung des Sportsektors, insbesondere was die Beteiligungsmöglichkeiten externer Investoren an Fußballklubs betrifft, anzustreben.

Verbandsregelungen, wie die für den deutschen Fußballsport entwickelte 50+1-Regel sowie die Regelungen des europäischen Fußballverbandes UEFA zum Financial Fairplay sind ebenso nicht mit den europäischen Regeln vereinbar wie das Verbot der Drittbeteiligung an Transferrechten des Weltfußballverbandes FIFA. Es stehen jeweils gleich geeignete Mittel zur Verfügung, welche die wirtschaftliche Handlungsfreiheit der betroffenen Klubs sowie externer Investoren weniger stark beschränken.

Der Verfasser schlägt neben einer reglementierten Zulassung externer Investoren vor allem die Einführung einer europäischen Gehaltsobergrenze in Form eines aus dem US-amerikanischen Sportsektor bekannten Salary Caps vor. Diese Regelung soll zur Eindämmung der Entwicklungen im Bereich von Transfer- und Gehaltszahlungen führen und die wirtschaftliche und sportliche Ausgeglichenheit im europäischen Fußballsport fördern.

Die Abhandlung gibt insgesamt einen lesenswerten Einblick in die Strukturen des internationalen Fußballs, welche neben der juristischen Leserschaft vor allem auch sport- und insbesondere fußballinteressierte Leser ansprechen wird.



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