Dissertation: Nach allen Regeln der Wechselkunst – Kuratoren als Vorgänger und Nachfolger im Kunstmuseum

Nach allen Regeln der Wechselkunst – Kuratoren als Vorgänger und Nachfolger im Kunstmuseum

Schriften zur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, Band 84

Hamburg 2018, 276 Seiten
ISBN 978-3-339-10536-3

Aushandlungen, Kuratoren, Kuratorenwechsel, Personalforschung in Kulturbetrieben, Personalforschung in Kunstmuseen, Psychologie, Reflexive Grounded Theory-Studie, Vorgänger und Nachfolger, Wechselkunst

Zum Inhalt

Die empirische Personalforschung in Kulturbetrieben steht noch am Anfang. Zu Kulturbetrieben gehören Kunstmuseen, in welchen Kuratoren arbeiten. Die Verfasserin baut die Forschung mit der Arbeit an einer Theorie zu Kuratoren als Vorgänger und Nachfolger im Kunstmuseum aus. Die Theorieentwicklung folgte der Methodologie der Reflexiven Grounded Theory. Es wurden narrative Interviews mit Kuratorinnen und Kuratoren über ihre diesbezüglichen Erfahrungen und Wahrnehmungen geführt. Die entwickelte Theorie berücksichtigt Kuratorenwechsel auf unterschiedlichen Ebenen im Kunstmuseum, von der kuratorischen Assistenz bis zum Direktor. Mit der Neubesetzung der Arbeitsstelle wird u.a. das Schlüsselobjekt der musealen Arbeit, die Sammlung, in den Verantwortungsbereich des nachfolgenden Kurators transferiert. In meiner Theorie wird die Aushandlung von Umgehensweisen mit dem Kuratorenwechsel und dem Sammlungstransfer fokussiert. Der Kuratorenwechsel wird als Aushandlungsprozess dargestellt, in dem beteiligte Akteure ihre Motive und Ambitionen zu verwirklichen suchen. Die beteiligten Akteure werden in sozialen Welten, Aushandlungsräumen, verortet, die sie während des Kuratorenwechsels aufspannen. Die Aushandlung der Kuratoren wird hinsichtlich ihrer (intraindividuellen) Entwicklung bis zu (beobachtbaren) Strategien für Vorgänger und Nachfolger rollenspezifisch analysiert. Die Ergebnisse werden in die Forschung zu Kuratorenwechseln in Kunstmuseen eingeordnet und mit Untersuchungen zu Protagonistenwechseln in anderen institutionellen Bezügen verglichen. Die Studie liefert Anknüpfungspunkte für weiterführende Forschung, soll zur Reflexion der musealen Praxis anregen und für alltägliche Phänomene des Kuratorenwechsels sensibilisieren, die in vielerlei Gestalt auftreten können.



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