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Aufsatzsammlung: Impulse zur neutestament­lichen Exegese und Bibeldidaktik

Impulse zur neutestament­lichen Exegese und Bibeldidaktik

THEOS - Studien­reihe Theolo­gische Forschungs­ergebnisse, Band 142

Hamburg 2018, 128 Seiten
ISBN 978-3-339-10320-8

Bibel, Bibeldidaktik, Challenge-Response-Prinzip, Exegese, Ganzheitliche Lernmethoden, Illokation, Jesus, Johannesevangelium, Judas, Loyalität, Lukasevangelium, Neues Testament, Pragmatik, Sprachsensibler Unterricht, Verrat, Wundererzählungen

Zum Inhalt

Dieser Band versammelt Beiträge des Autors zur neutestamentlichen Exegese und Bibeldidaktik.

Der Aufsatz „Jesus Christus und Judas Iskariot. Über Loyalität und Verrat im Lk-Evangelium und seinem antiken Kontext“ legt die soziokulturellen Mechanismen von Loyalität frei. Von dort her wird das im Lk-Evangelium erzählte Handeln des Judas im Spannungsfeld von Loyalität des Aposteljüngers Jesu und seines als Verrat zu konnotierender Überlieferungsaktivität dargestellt. Es lässt sich zeigen, dass das Lk-Evangelium von Loyalität und Verrat im Erwartungshorizont allgemeiner antiker Vorstellungen unter Modifikationen spezifisch (früh-)christlicher Überzeugungen erzählt.

Im Beitrag „Die Pragmatik der Illokution „Was (ist) mir und dir?“ (Ti¿ e)moiì kaiì soi¿;). Eine allgemeine Darstellung und ihre Bedeutung in Joh 2,4“ wird der kommunikative Charakter der Frage „Was (ist) mir und dir?“ herausgearbeitet. Die formelhafte Frage ist eingebettet in das antike Challenge-Response-Prinzip. Sie zeigt ihre pragmatische Funktion darin, die Interaktion mit einem anderen/einer anderen als Herausforderung anzunehmen und unter Bewahrung der eigenen sozialen Position im Wertgefüge von Ehre und Scham zu bewältigen.

Der Aufsatz „Verstehst du auch, was du liest?“ (Apg 8,30) Vom sprachlichen Stolperstein zum hermeneutischen Trittstein. Anstöße für eine sprachsensible Bibeldidaktik und Konkretion einer sprachsensiblen Unterrichtsplanung“ reagiert auf die praktische Anforderung, den Unterricht im Fach Katholische Religionslehre sprachsensibel zu gestalten. Am Beispiel des Schriftzitats Apg 8,32 im Erzählgefüge Apg 8,26-39 kann exemplarisch gezeigt werden, wo sprachliche Stolpersteine in biblischen Texten liegen, die das religiöse Lernen von Schülerinnen und Schülern erschweren oder verhindern. Es werden hermeneutische Trittsteine in Form von sprachsensiblen Methoden-Werkzeugen und Aufgabenstellungen dargestellt.

Im Beitrag „Bibeltexte verstehen mit Figurenaufstellungen“ werden Ideen in Form von Arbeitsaufträgen und Reflexionsfragen zum Aufbau und zur Durchführung ganzheitlicher Lernarrangements mit Bibeltexten anhand von Figurenaufstellungen dargeboten.

Der Aufsatz „Religiöses Lernen mit Wundererzählungen nach dem gattungsorientierten Ansatz“ gibt Impulse, neutestamentliche Wundererzählungen wieder als Erzählungen von staunenswerten Ereignissen im narrativ bewusst erzeugten Spannungsfeld von Realistik und Phantastik wahrzunehmen. So soll eine zur allgegenwärtigen Rationalisierungstendenz neigende Bibeldidaktik eine hermeneutische und methodische Alternative erhalten.



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