Dissertation: Ertragsteuerliche Organschaftsstrukturen im Kontext grenzüberschreitender unternehmensstrategischer Transaktionen (Anteilsübertragungen, Reorganisationen, Umwandlungen)

Ertragsteuerliche Organschaftsstrukturen im Kontext grenzüberschreitender unternehmensstrategischer Transaktionen (Anteilsübertragungen, Reorganisationen, Umwandlungen)

Kritische Würdigung und Gestaltungsüberlegungen

Steuerrecht in Forschung und Praxis, Band 151

Hamburg 2018, 442 Seiten
ISBN 978-3-339-10190-7

Anteilsübertragung, BWL, Ertragssteuerliche Organschaft, Ertragsteuer, Gemeinsame konsolidierte Körpeschaftsteuer-Bemessungsgrundlage, GKKB, Grenzüberschreitende Organschaft, Grenzüberschreitende Umwandlung, Jura, Organschaftsstruktur, Reorganisation, Schädlicher Beteiligungserwerb, Steuerlehre, Steuerrecht, Transaktion, Umstrukturierung

Zum Inhalt

Aufgrund der stetig wachsenden Globalisierung stehen Unternehmen vor der Herausforderung dem internationalen Wettbewerb standzuhalten und damit einhergehend ihre Gesellschaftsstruktur ggfs. grenzüberschreitend auszuweiten. Ist in dem Vorgang eine ertragsteuerliche Organschaft eingebunden, kann in Anbetracht der starren Organschaftsregelungen dieser nur eingeschränkt vollzogen werden. Um unerwartete Steuermehrbelastungen zu verhindern, ist von Bedeutung, welche Auswirkungen sich auf die Tatbestandsvoraussetzungen sowie Rechtsfolgen einer Organschaft nach einem Umstrukturierungsvorgang ergeben. Zentrale Bedeutung gewinnt für die Auswirkungen auf die Tatbestandsvoraussetzungen einer Organschaft die dem Umwandlungssteuerrecht immanenten Rechtsinstitute der steuerlichen Rückwirkung sowie der umwandlungssteuerlichen Gesamtrechtsnachfolge.

Die autorin analysiert, ob die Anpassungen durch die sog. kleine Organschaftsreform den Anforderungen an ein modernes Gruppenbesteuerungssystem standhalten. In diesen Zusammenhang wird u.a. der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine „Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage“ herangezogen und wesentliche Vorteile gegenüber den bisherigen Organschaftsregelungen dargestellt.

Im Verlauf der Untersuchung wird veranschaulicht, dass der vom UmwG normierte Anwendungsbereich von grenzüberschreitenden Umwandlungen nicht im Sinne einer unionsrechtskonformen Kodifizierung ist und es einer hinreichenden Erweiterung auf alle zivilrechtlichen Umwandlungsvorgänge bedarf.

Angrenzende Steuergebiete, wie bspw. die Verlustnutzung nach einem schädlichen Beteiligungserwerb oder die Hinzurechnungsbesteuerung von im Ausland entstehenden Umwandlungsgewinnen, werden bei der Untersuchung ebenfalls berücksichtigt.

Das Werk veranschaulicht die praktische Bedeutung mit daraus hervorgehenden Problemstellungen und plädiert im Sinne eines fairen internationalen Steuerwettbewerbs im Rahmen dieser Thematik für einen tragfähigen Konsens.

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