Dissertation: Strategien zur energetischen Sanierung historischer Fachwerkquartiere deutscher Kleinstädte im ländlichen Raum

Strategien zur energetischen Sanierung historischer Fachwerkquartiere deutscher Kleinstädte im ländlichen Raum

Übertragbarkeit und Konzept­entwicklung anhand der Fallstudie Wolfhagen

Schriften­reihe technische Forschungs­ergebnisse, Band 32

Hamburg 2018, 358 Seiten
ISBN 978-3-339-10168-6

Bauphysik, Denkmalschutz, deutsche Kleinstädte, Energetische Sanierung, Energieeffizienz, Fachwerk, Fachwerkquartier, Kleinstadt, Kommunikation, Konzeptentwicklung, Ländliche Kommunen, Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung, Partizipation, Private Einzeleigentümer, Quartier, Stadtplanung, Strategisches Konzept, Wolfhagen, Zukunftssicherheit

Zum Inhalt

Mit diesem Werk wird eine Lücke im wissenschaftlichen Diskurs geschlossen, indem strategische Ansätze für die Sanierung historischer Fachwerkquartiere entwickelt werden. Altstadtquartiere mit schützenswerter Substanz finden sich häufig in kleinen und mittleren Kommunen, die im ländlichen Raum angesiedelt und von Einzeleigentum geprägt sind. Neben dem identitätsstiftenden Charakter der Stadtkerne für die Kommune ist deren Zukunftssicherung bedeutsam, da ein großer Teil der deutschen Bevölkerung in solchen Städten und Gemeinden lebt und damit eine entsprechende Breitenwirkung verbunden ist.

Die im Buch enthaltene Entscheidungsmatrix unterstützt kommunale Entscheidungsträger, strategische Prozesse zur energetischen Sanierung historischer Fachwerksubstanz zu entwickeln und diese zu steuern. Neben nichttechnischen Erfolgsfaktoren wie z. B. Kommunikation und Partizipation werden technische Aspekte teilweise sehr detailliert betrachtet. Zu nennen sind beispielsweise erprobte Lösungen für die Innendämmung von Außenwänden.

Die Ausführungen sind nicht nur ein wichtiger Beitrag für die konkrete Strategieentwicklung in den Kommunen, sondern sie verdeutlichen Politikern und Fördermittelgebern zudem die Komplexität der Aufgabenstellungen vor Ort. Es wird aufgezeigt, wie politische Entscheidungen und Förderprogramme zukünftig ausgerichtet werden müssen, damit signifikante Umsetzungserfolge bei der Sanierung fachwerkgeprägter Quartiere erzielt werden können.

Die Untersuchungen zeigen, dass Energieeffizienz, Denkmalschutz, Substanzerhalt und Wohnqualität des 21. Jahrhunderts im Fachwerkbestand Aspekte sind, die integral betrachtet werden müssen. Sie widersprechen sich nicht. Ganz im Gegenteil führen frühzeitig abgestimmte, ganzheitliche Sanierungsprozesse zu nachhaltigen Ergebnissen bei der Zukunftssicherung historischer Bausubstanz.

Das Buch spannt einen interdisziplinären Bogen hinsichtlich der vielfältigen Einflüsse und ist damit ein wichtiger Beitrag zur umsetzungsorientierten Lösung aktueller Probleme in kleinen und mittleren Kommunen des ländlichen Raums.



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